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Ziel: Das Risiko eines Prolaps zu schätzen, das mit einer Levatoravulsionsverletzung in einer urogynäkologischen Klinikbevölkerung verbunden ist. Design: Retrospektive Beobachtungsstudie. Einstellung: Tertiäre urogynäkologische Einheit. Stichprobe: Insgesamt 934 Frauen, die zu einem Interview, einer Untersuchung unter Verwendung des Systems zur Quantifizierung des Beckenorganprolapses (POP-Q) und zur bildgebenden Darstellung des Levatorani-Muskels mittels vierdimensionalem translabialen Ultraschall gesehen wurden. Methoden: Retrospektive Überprüfung von Karten und gespeicherten Bilddaten. Hauptoutcome-Maße: Beckenorganprolaps Stadium II und höher und das Vorhandensein von Defekten des Levatorani-Muskels. Ergebnisse: Nach dem Ausschluss von 137 Frauen mit einer Vorgeschichte von Anti-Inkontinenz- oder Prolapsoperationen und dem weiteren Ausschluss von 16 Frauen, bei denen entweder eine Untersuchung oder Bildgebung unmöglich war, verglichen wir die Prolaps- und Bildgebungsdaten bei 781 Frauen. Das durchschnittliche Alter betrug 53 Jahre (Bereich 15–89 Jahre), und die mediane Parität betrug 2 (Bereich 0–12). Frauen berichteten über Stressinkontinenz (76 %), Dranginkontinenz (69 %), Häufigkeit (47 %), Nykturie (49 %) und Symptome eines Prolaps (38 %). Ein signifikanter Prolaps (Stadium II oder höher) wurde bei 415 (53 %) Frauen diagnostiziert, und bei 181 (23 %) Frauen wurden Defekte der Levatoravulsion festgestellt. Prolaps wurde bei 150/181 (83 %) Frauen mit Avulsion und bei 265/600 (44 %) Frauen ohne Avulsion gesehen, was ein relatives Risiko (RR) von 1,9 (95 % CI 1,7–2,1) ergab. Der Zusammenhang war am stärksten für Zystozele (RR 2,3, 95 % CI 2,0–2,7) und Uterusprolaps (RR 4,0, 95 % CI 2,5–6,5). Schlussfolgerungen: Frauen mit Levatoravulsionsdefekten hatten etwa doppelt so oft einen Beckenorganprolaps im Stadium II oder höher wie Frauen ohne. Dieser Effekt ist hauptsächlich auf ein erhöhtes Risiko für Zystozele und Uterusprolaps zurückzuführen.
Dietz et al. (Fr,) untersuchten diese Frage.