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Mit der zunehmenden Urbanisierung der Welt sind immer mehr Menschen dem Verkehr ausgesetzt, und die Risiken, die mit einer höheren Exposition gegenüber Straßenverkehrslärm verbunden sind, nehmen zu. Eine übermäßige Exposition gegenüber Umgebungsgeräuschen könnte die funktionelle Reifung des auditorischen Gehirns bei sich entwickelnden Individuen potenziell beeinträchtigen. Ziel der vorliegenden Studie war es, den Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber dem jährlichen Durchschnitt von Straßenverkehrslärm (LAeq) in Schulen und der funktionellen Konnektivität wichtiger Elemente der zentralen Hörbahn bei Schulkindern zu bewerten. Insgesamt wurden 229 Kinder aus 34 repräsentativen Schulen in der Stadt Barcelona im Alter von 8 bis 12 Jahren (49,2 % Mädchen) bewertet. LAeq wurde als Durchschnitt von 2 aufeinanderfolgenden Tagesmessungen im Klassenraum vor Beginn des Unterrichts gemäß Standardverfahren erhoben, um einen Indikator für langfristige Straßenverkehrslärmpegel zu erhalten. Ein Ansatz zur funktionellen Konnektivitätsbildgebung mit Magnetresonanztomographie (MRT) wurde übernommen. Funktionelle Konnektivitätskarten wurden für das untere Hügelchen, den medialen genikulären Körper des Thalamus und den primären auditorischen Kortex als Schlüsselbereiche der zentralen Hörbahn erstellt. Der Straßenverkehrslärm in Schulen war signifikant mit einer stärkeren Konnektivität zwischen dem unteren Hügelchen und einer bilateralen thalamischen Region angrenzend am medialen genikulären Körper sowie mit einer stärkeren Konnektivität zwischen dem medialen genikulären Körper und einer bilateralen Hirnstammregion angrenzend am unteren Hügelchen assoziiert. Ein solcher Effekt der Stärkung der funktionellen Konnektivität erstreckte sich nicht auf den Kortex. Die Anatomie der Assoziation, die subkortikale Relais einbezieht, legt nahe, dass eine verlängerte Exposition gegenüber Straßenverkehrslärm bei sich entwickelnden Individuen die Reifung der grundlegenden Elemente der Hörbahn beschleunigen könnte. Zukünftige Forschungen sind erforderlich, um festzustellen, ob eine schnellere Reifung auf frühen Bahnebenen letztendlich das Entwicklungspotenzial des gesamten auditorischen Systems verringern kann.
Martínez‐Vilavella et al. (Fri.) haben diese Frage untersucht.
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