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Die Formulierung des Begriffs "frustrierte Lewis-Paare" (FLPs), der aus der Entdeckung hervorging, dass H2 reversibel durch Kombinationen sterisch gehinderter Lewis-Säuren und -Basen aktiviert werden kann, hat eine Vielzahl neuer Aktivitäten angestoßen. Vielleicht die bemerkenswerteste Folge ist die Entwicklung von FLP-Katalysatoren zur Hydrierung einer Reihe von organischen Substraten. In den letzten 9 Jahren hat sich der Substratumfang von voluminösen polarer Spezies zu einer breiten Palette ungesättigter organischer Moleküle entwickelt. Darüber hinaus sind effektive stereoselektive metallfreie Hydrierungskatalysatoren aufgetaucht. Der Mechanismus dieser H2-Aktivierung wurde untersucht, und die Natur sowie die Bandbreite der Lewis-Säure/Basen-Kombinationen, die eine solche Aktivierung bewirken können, haben sich ebenfalls erweitert und schließen eine Vielzahl von nichtmetallischen Spezies ein. Die Reaktivität von FLPs mit einer Vielzahl anderer kleiner Moleküle, einschließlich Olefinen, Alkinen und verschiedenen Elementoxiden, wurde ebenfalls weiterentwickelt. Obwohl ein Großteil dieser letzten Chemie einzigartige stöchiometrische Transformationen aufgedeckt hat, wurden auch metallfreie katalytische Hydroaminierungen, CO2-Reduktionschemie und Anwendungen in der Polymerisation erreicht. Das Konzept beginnt auch, Anwendungen in der bioanorganischen Chemie sowie in der Materialchemie und der heterogenen Katalyse zu finden. Diese Perspektive hebt viele dieser Entwicklungen hervor und erörtert die Beziehung zwischen FLPs und etablierter Chemie. Einige der Richtungen und Entwicklungen, die wahrscheinlich aus der FLP-Chemie in der Zukunft hervorgehen werden, werden ebenfalls vorgestellt.
Douglas W. Stephan (Mo.) hat diese Frage untersucht.
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