Key points are not available for this paper at this time.
Zusammenfassung Trotz der Beweise, dass durch Glauben und Spiritualität gestützte Bewältigung die psychische Gesundheit von Menschen fördert, bestehen im Hilfssektor Stigmata sowie eine allgemeine Skepsis gegenüber dem Bedarf an psychologischer Unterstützung und diesem spezifischen Bewältigungsmechanismus. Diese qualitative Forschung untersucht die Erfahrungen weiblicher Hilfsarbeiterinnen und zielt darauf ab, aufzuzeigen, wie dieser Mechanismus die psychische Gesundheit in stressreichen, konfliktfördernden oder katastrophenbetroffenen Lebens- und Arbeitsumgebungen unterstützt. Die induktive thematische Analyse von 14 halbstrukturierten Interviews zeigt drei Themen auf: (a) Spezifika des Kontextes der Hilfsarbeit, (b) Vorteile und Gewinne durch diesen Bewältigungsmechanismus und verwandte Prozesse sowie (c) mögliche Nachteile. Die Interviewergebnisse deuten darauf hin, dass ein glaubensbasierter und spiritueller Ansatz den Befragten geholfen hat, sich geerdet, ruhig, widerstandsfähig und präsent in schwierigen Umgebungen zu fühlen. Die Teilnehmer erfuhren eine resolute Identität, Raum für Selbstfürsorge sowie Zugang zu Gemeinschaft, Zugehörigkeit und Verbindung über nationale, Glaubens- und spirituelle Grenzen hinweg. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Entstigmatisierung von glaubensbasierten und spirituellen Bewältigungsmechanismen und laden zu weiteren Diskussionen unter Praktikern ein.
Ozcan et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.