Key points are not available for this paper at this time.
Zusammenfassung Es ist eine häufige Feststellung, dass Empfänger bedrohlicher, gesundheitsfördernder Informationen motiviert sind, die Informationen abzulehnen oder zu ignorieren, und somit ‚defensiv‘ reagieren. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Literatur zu defensiven Reaktionen auf gesundheitsfördernde Informationen. Es wird unterschieden zwischen: (1) Vermeidung, (2) Ablehnung, (3) kognitiver Neubewertung und (4) Unterdrückung. Obwohl diese defensiven Reaktionen wiederholt und gründlich untersucht wurden, schlagen wir vor, dass eine Reihe von Fragen unbeantwortet bleibt. Erstens ist wenig darüber bekannt, ob Vermeidung, Ablehnung, kognitive Neubewertung und Unterdrückung unterschiedliche oder ähnliche Auswirkungen auf emotionale Erfahrungen und gesundheitsförderndes Verhalten haben. Zweitens ist wenig darüber bekannt, wie sich defensive Reaktionen im Laufe der Zeit entwickeln, wenn Empfänger wiederholt gesundheitsfördernden Informationen ausgesetzt werden, was häufig in einer realen Umgebung der Fall ist. In dem vorliegenden Artikel präsentieren wir vorläufige Antworten auf diese Fragen und deuten darauf hin, dass die kognitive Neubewertung ein größeres Potenzial hat, um effektive Emotionsregulation zu bewirken und eher gesundes Verhalten behindert als die anderen drei Strategien. Wir schlagen auch vor, dass defensive Reaktionen auf gesundheitsfördernde Informationen nicht immer gesundheitsfördernde Reaktionen vermindern, sondern auch zusammen mit adaptiveren Reaktionen auftreten oder diese sogar fördern können. Schließlich präsentieren wir ein hypothetisches Modell der Entwicklung von Defensivität über die Zeit.
Riet et al. (Di,) untersuchten diese Frage.