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Der Östrogenrezeptor Alpha (ERα) wird seit mehreren Jahrzehnten als entscheidend für die Fortpflanzung anerkannt und übt Funktionen in zahlreichen nicht-reproduktiven Geweben aus. In diesem Review versuchen wir, die In-vitro-Studien zusammenzufassen, die die Grundlage unseres aktuellen Verständnisses der Wirkmechanismen von ERα als nuklearem Rezeptor und der Schlüsselrollen spielen, die seine beiden Aktivierungsfunktionen (AFs) in seinen transkriptionalen Aktivitäten einnehmen. Anschließend beschreiben wir die Folgen der selektiven Inaktivierung dieser AFs in Mausmodellen, wobei wir die hervorstechenden Rollen von ERα im Fortpflanzungstrakt und im Gefäßsystem hervorheben. Im Laufe der letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Evidenz angesammelt, dass ERα auch mit der Plasmamembran assoziiert ist und die nicht-nukleare Signalgebung von diesem Standort aktiviert. Diese schnellen/nongenomischen/membraninitiierten Steroidsignale (MISS) wurden in einer Vielzahl von Zelllinien charakterisiert, insbesondere in Endothelzellen. Die Entwicklung selektiver pharmacologischer Werkzeuge, die speziell MISS aktivieren, und die Generierung von Mäusen, die ein ERα-Protein exprimieren, das für die Membranlokalisierung gehemmt ist, haben begonnen, die physiologische Rolle von MISS in vivo zu entschlüsseln. Schließlich diskutieren wir neuartige Perspektiven für das Design von gewebespezifischen ER-Modulatoren, die auf der Integration der physiologischen und pathophysiologischen Rollen der MISS-Aktionen von Östrogenen basieren.
Arnal et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.