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Mehr als 57 Millionen Menschen weltweit leiden an neurodegenerativen Erkrankungen, eine Zahl, die sich alle 20 Jahre verdoppeln wird. Trotz dieser wachsenden Belastung gibt es derzeit keine Heilmittel, und die Behandlungsoptionen bleiben aufgrund der Heterogenität der Erkrankungen, verlängerten präklinischen und prodromalen Phasen, des mangelhaften Verständnisses der Krankheitsmechanismen und diagnostischer Herausforderungen begrenzt. Die Identifizierung neuer Biomarker ist entscheidend für die Verbesserung der frühen Erkennung, Prognose, Stadieneinteilung und Subtypisierung dieser Erkrankungen. Hochdimensionale molekulare Studien in Biofluiden ('Omics') bieten vielversprechende Ansätze zur skalierbaren Entdeckung von Biomarkern, aber Herausforderungen bei der Zusammenstellung großer, vielfältiger Datensätze behindern den Fortschritt. Um dies zu adressieren, hat das Globale Konsortium für Neurodegeneration-Proteomik (GNPC) – eine öffentlich-private Partnerschaft – einen der weltweit größten harmonisierten proteomischen Datensätze erstellt. Dieser umfasst etwa 250 Millionen einzigartige Proteinmessungen von mehreren Plattformen aus über 35.000 Biofluid-Proben (Plasma, Serum und Liquor cerebrospinalis), die von 23 Partnern beigetragen wurden, zusammen mit zugehörigen klinischen Daten über Alzheimer-Krankheit (AD), Parkinson-Krankheit (PD), frontotemporale Demenz (FTD) und amyotropher Lateralsklerose (ALS). Dieser Datensatz ist für GNPC-Mitglieder über die AD-Workbench der Alzheimer Disease Data Initiative zugänglich, einer sicheren, cloudbasierten Umgebung, und wird der breiteren Forschungscommunity am 15. Juli 2025 zur Verfügung stehen. Hier präsentieren wir zusammenfassende Analysen des Plasma-Proteoms, die krankheitsspezifische unterschiedliche Proteinverteilungen und transdiagnostische proteomische Signaturen klinischer Schweregrade aufzeigen. Darüber hinaus beschreiben wir eine robuste plasma-proteomische Signatur des APOE ε4-Trägers, die über AD, PD, FTD und ALS reproduzierbar ist, sowie unterschiedliche Muster der Organalterung in diesen Erkrankungen. Diese Arbeit zeigt die Kraft internationaler Zusammenarbeit, Datenaustausch und offener Wissenschaft, um die Entdeckung in der Neurodegenerationsforschung zu beschleunigen.
Imam et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.