Key points are not available for this paper at this time.
Hintergrund. Künstliche Intelligenz (KI) ist ein aufkommendes Zeitalter in der Medizin und, jüngst, im Operationssaal (OP). Die vorhandene Literatur beschäftigt sich hauptsächlich mit den zukünftigen Möglichkeiten und Erwartungen für KI in der Chirurgie. Ziel dieser Studie ist es, systematisch einen Überblick über die derzeitigen tatsächlichen KI-Anwendungen zu geben, die zur Unterstützung von Prozessen im OP verwendet werden. Methoden. PubMed, Embase, Cochrane Library und IEEE Xplore wurden mit Einschlusskriterien für relevante Artikel bis zum 25. August 2020 durchsucht. Es wurden keine Studientypen im Voraus ausgeschlossen. Artikel, die aktuelle KI-Anwendungen für chirurgische Zwecke im OP beschreiben, wurden überprüft. Ergebnisse. Neun Studien wurden eingeschlossen. Ein Überblick über die untersuchten und beschriebenen Anwendungen von KI im OP wird bereitgestellt, einschließlich der Vorhersage der Verfahrensdauer, Gestenerkennung, intraoperativer Krebsdiagnose, intraoperativer Videoanalyse, Workflow-Erkennung, eines endoskopischen Führungssystems, Knotenbindung und automatischer Registrierung und Verfolgung des Knochens in der orthopädischen Chirurgie. Diese Technologien werden mit ihren oft nicht-KI-basierten Alternativen verglichen. Schlussfolgerungen. Die derzeit beschriebenen Anwendungen von KI im OP sind bis heute begrenzt. Sie könnten jedoch eine vielversprechende Zukunft bei der Verbesserung der chirurgischen Präzision, der Reduzierung des Personalaufwands, der Unterstützung bei intraoperativen Entscheidungen und der Erhöhung der chirurgischen Sicherheit haben. Dennoch hat die Anwendung und Umsetzung von KI im OP noch mehrere Herausforderungen zu bewältigen. Klare regulatorische, organisatorische und klinische Bedingungen sind unerlässlich, damit KI ihr Versprechen einlösen kann. Zukünftige Forschungsarbeiten zur Verwendung von KI im OP sollten sich daher auf die klinische Validierung von KI-Anwendungen, die rechtlichen und ethischen Überlegungen sowie die Bewertung des Implementierungsverlaufs konzentrieren.
Birkhoff et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.