Hintergrund: Hidradenitis suppurativa (HS) ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die sich durch schmerzhafte Knoten, Abszesse und Fistelgänge manifestiert. Patienten leiden unter Schmerzen, Sekretion sowie einer Verschlechterung der psychischen Gesundheit und Lebensqualität. Die Behandlung gestaltet sich oft schwierig. HS ist typischerweise mit Fettleibigkeit und metabolischem Syndrom assoziiert; daher stellen Antidiabetika, insbesondere GLP-1-Agonisten, eine potenzielle Therapieoption dar. Ziel dieser Übersichtsarbeit war es, die Auswirkungen von GLP-1-Agonisten auf Patienten mit HS zu analysieren, einschließlich ihres Einflusses auf das kardiovaskuläre Risiko und die Lebensqualität. Methoden: Es wurde eine Literatursuche in Embase und PubMed durchgeführt, die 300 Arbeiten ergab, von denen 10 für diese Übersichtsarbeit verwendet wurden. Ergebnisse: HS-Patienten, die GLP-1-Agonisten einnahmen, zeigten einen verbesserten klinischen Verlauf mit weniger Schmerzen und Sekretion. Darüber hinaus verbesserten sich die Lebensqualität und die psychische Gesundheit der Patienten, und ihr kardiovaskuläres Risiko wurde reduziert. Entzündungsparameter zeigten keine signifikanten Veränderungen. Patienten, die eine höhere Dosis an GLP-1-Agonisten erhielten, zeigten eher klinische Verbesserungen. Eine Gewichts- oder BMI-Reduktion korrelierte nicht mit Verbesserungen im Hurley-Stadium, Schmerz oder Depression. Daher könnten HS-Patienten mit GLP-1-Agonisten behandelt werden. Schlussfolgerungen: Ob die Verbesserung der Patienten auf Gewichtsverlust oder andere Mechanismen, z. B. die antiinflammatorischen Eigenschaften der GLP-1-Agonisten, zurückzuführen ist, sollte in weiteren Studien untersucht werden.
Caliezi et al. (Sat,) untersuchten diese Fragestellung.
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