Hintergrund: Serumharnsäure (SUA) hat sich als relevanter kardiometabolischer und hepatischer Risikomarker bei adipösen Jugendlichen erwiesen. Zimt hat bei Erwachsenen metabolische Vorteile gezeigt; jedoch sind seine Auswirkungen auf SUA und hepatische Marker in pädiatrischen Populationen unklar. Diese Studie hatte zum Ziel, die Wirksamkeit der Zimt-Supplementierung auf Serumharnsäure, Leberenzyme und Lipidprofile bei adipösen Jugendlichen zu bewerten. Methoden: Dies ist eine Sekundäranalyse einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten klinischen Studie mit 93 Jugendlichen (10–18 Jahre) mit Adipositas (BMI ≥ 95. Perzentile). Die Teilnehmer erhielten entweder 3 g/Tag Cinnamomum verum oder ein Placebo über 16 Wochen zusammen mit einer Lebensstilintervention. Veränderungen im BMI-Z-Score, SUA, Alaninaminotransferase (ALT), Aspartataminotransferase (AST), Gamma-Glutamyltransferase (GGT) und Triglyceriden wurden analysiert. Ergebnisse: Die Zimtgruppe zeigte eine größere Reduktion des BMI-Z-Scores im Vergleich zur Placebogruppe (Δ −0.08 vs. −0.02; p < 0.001). Serumharnsäure verringerte sich signifikant in der Zimtgruppe (medianer Wert: −0.5 mg/dL IQR: −1.0 bis −0.2) im Vergleich zur Placebo-Gruppe (−0.1 mg/dL IQR: −0.4 bis 0.2; p < 0.01). Triglyceride verringerten sich ebenfalls in der Zimtgruppe (−18 mg/dL IQR: −35 bis −5) gegenüber der Placebo-Gruppe (−5 mg/dL IQR: −20 bis 10; p < 0.05). Hepatische Enzyme (ALT, AST und GGT) nahmen in beiden Gruppen signifikant ab, ohne signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen. In einer Untergruppe von Teilnehmern mit erhöhtem Ausgangswert für ALT (n = 67) sank ALT in beiden Gruppen (Placebo: 32,0 auf 30,0 U/L, p = 0,004; Zimt: 33,0 auf 26,0 U/L, p = 0,001), mit einer größeren, aber nicht signifikanten Reduktion in der Zimtgruppe (Δ −6,0 vs. −2,0 U/L; p = 0,197). Schlussfolgerungen: Die Zimt-Supplementierung reduzierte signifikant die Serumharnsäure und verbesserte metabolische Parameter bei adipösen Jugendlichen. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Zimt als ergänzende Strategie zur Zielverwirklichung früher kardiometabolischer Risikomarker, insbesondere der Harnsäure, wirken könnte.
Martinez-Rodriguez et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.
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