Dieses Papier entwickelt eine strukturelle Theorie der Finanzstabilität, die auf der Annahme basiert, dass ein Finanzsystem nicht dauerhaft stabil bleiben kann, wenn finanzielle Forderungen schneller wachsen als die reale Produktionskapazität der Wirtschaft. Aufbauend auf dieser gesetzesähnlichen Beschränkung führt das Papier ein Modell der realitätsbeschränkten Kreditvergabe ein, bei dem die gesamte Kreditvergabe autorität an die messbare produktive Unterstützungsbasis der Wirtschaft gebunden ist und die auf Institutionsebene gewährten Kreditberechtigungen entsprechend der Kreditqualität, Risikointensität, Beitrag zur systemischen Stabilität und produktiven Beitrag verteilt werden. Die Analyse verortet das Modell in der historischen Entwicklung des Bankwesens, der endogenen Geldschöpfung, der modernen Finanzialisierung, der Stabilisierung durch Zentralbanken, IWF-ähnlichen Anpassungsprogrammen, Asymmetrien von Reservewährungen, Wechselkursdynamiken und globalen monetären Machtstrukturen. Es wird argumentiert, dass viele wiederkehrende Finanzkrisen, inflationäre Episoden, Währungsstörungen und Stabilisierungseingriffe als unterschiedliche Ausprägungen eines grundlegenden Missverhältnisses verstanden werden können: die Divergenz symbolischer Finanzforderungen von der realen Produktionskapazität, die zu ihrer Aufrechterhaltung erforderlich ist. Das Papier schlägt ethisches Banking nicht als moralischen Slogan, sondern als strukturell disziplinierte Finanzform vor, bei der das Privileg der Forderungserstellung im Einklang mit der Tragfähigkeit der Zivilisation selbst bleibt. Der Rahmen wird als empirisch überprüfbar, operativ stufenweise umsetzbar und mit bestehenden monetären Institutionen unter allmählichem Übergang kompatibel dargestellt. Diese Arbeit versteht sich als Beitrag zur Finanztheorie, Bankenreform, makroprudentiellen Gestaltung und zum umfassenderen Studium institutionell stabiler Zivilisationen.
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Dimitrios Moutsopoulos
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Moutsopoulos et al. (Mon,) untersuchten diese Fragestellung.
synapsesocial.com/papers/69df2c01e4eeef8a2a6b0ee6 — DOI: https://doi.org/10.5281/zenodo.19554264