Ziel dieser randomisierten, kontrollierten klinischen Studie war es, die Effekte von injizierbarem plättchenreichem Fibrin (i-PRF), das auf freie keratinisierte Gingivatransplantate (FGG) aufgetragen wurde, hinsichtlich Transplantat-Schrumpfung, Wurzelbedeckung und postoperativem Komfort zu bewerten und mit Niedrigenergie-Lasertherapie (LLLT) und einer Kontrollgruppe zu vergleichen. Insgesamt wurden 48 Patienten im Alter von 19–41 Jahren mit Gingivarezessions-Typ 1 nach Cairo et al. randomisiert in Kontrollgruppe (n = 16), i-PRF (n = 15) und LLLT (n = 17) eingeteilt. Das primäre Zielkriterium war die Transplantat-Schrumpfung. Sekundäre Endpunkte umfassten die Tiefe der Gingivarezession (RD), die Höhe des keratinisierten Gewebes (KTH), Sondierungstiefe (PD), klinisches Attachmentlevel (CAL) sowie postoperative Parameter (Ödem, Erythem, Schmerz und Analgetikakonsum). LLLT wurde unmittelbar nach der Operation sowie an den Tagen 3, 7 und 14 mit einem 940-nm-Diodenlaser (0,21 W, 5 J/cm²) angewandt. Das i-PRF wurde durch Zentrifugation von venösem Blut bei 700 U/min für 3 Minuten hergestellt und anschließend in Gel-Form auf die Transplantatoberfläche aufgetragen. Die Transplantatflächen wurden zu Baseline sowie nach 1, 3 und 6 Monaten mittels Bildanalysesoftware vermessen. Postoperatives Ödem, Erythem, Schmerzen und Analgetikakonsum wurden ebenfalls bewertet. Die Transplantat-Schrumpfung war in der Kontrollgruppe signifikant höher als in beiden Behandlungsgruppen und in der LLLT-Gruppe signifikant höher als in der i-PRF-Gruppe zu allen Zeitpunkten. Postoperative Ödeme, Erytheme und VAS-Werte zeigten keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen. Der Analgetikakonsum war in der Kontrollgruppe höher als in der i-PRF-Gruppe. Die KTH-Werte waren in der i-PRF-Gruppe höher, während die RD-Werte niedriger waren als in den Kontroll- und LLLT-Gruppen. i-PRF reduzierte die Transplantat-Schrumpfung, verbesserte die Wurzelbedeckung und steigerte den postoperativen Komfort, während LLLT nur einen minimalen Beitrag zur Transplantatstabilität leistete. i-PRF erscheint als effektive biologische Ergänzung bei FGG-Operationen. Rückwirkend registriert bei ClinicalTrials.gov (Identifier NCT07303192, Registrierungsdatum 20251211).
Bozkurt et al. (Mon,) untersuchten diese Fragestellung.