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Dieses Papier untersucht das Konzept der evolutionären städtischen Resilienz, indem es Städte als komplexe, offene und adaptive sozial-ökologische-technologische Systeme (SETS) rahmt, die durch dynamische Mehrskaligkeit, systemische Unsicherheit und interdependente Krisen geprägt sind. Es stellt die reduktionistische Sichtweise der Resilienz als feste Kapazität oder lineare Abfolge von Risikomanagementphasen in Frage und schlägt stattdessen ein prozessorientiertes Paradigma vor, das in Lernen, Kreativität und der Fähigkeit, Ungleichgewichte zu navigieren, verwurzelt ist. Der Rahmen definiert städtische Resilienz als einen kontinuierlichen und iterativen Transformationsprozess, der unterstützt wird durch: (i) eine Kombination aus greifbaren und immateriellen Qualitäten, die gemäß der Problemetypologie aktiviert werden; (ii) bereichsübergreifende Prozesse, die Infrastrukturen, Flüsse, Governance, Netzwerke und Gemeinschaftsdynamik einbeziehen; und (iii) das Engagement verschiedener Akteure in gemeinsamen Entscheidungsprozessen und koordinierten Aktionen. Diese Dimensionen entfalten sich über drei schrittweise und voneinander abhängige Szenarien—Basislinie, kritische Phase und chronische Krise—was eine Leiter der Resilienz bildet, die Gemeinschaften durch eskalierende Herausforderungen leitet. Besonderes Augenmerk wird auf die Rolle der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) als relationale und adaptive Werkzeuge gelegt, die verteilte Intelligenz und inklusive Governance ermöglichen. Der Rahmen skizziert auch konkrete operationale und politische Implikationen für Städte, die darauf abzielen, antizipative und transformative Resilienzfähigkeiten aufzubauen. Angewandt auf den Fall Taranto bietet der Ansatz Einblicke, wie strukturell fragilen Gemeinschaften, die konflikthafte adaptive Trajektorien erfahren, transformative Potenziale erschließen können. Letztendlich fordert das Papier einen Wechsel von Regierung zu Governance, von Kontrolle zu Mitgestaltung und von reaktiver Anpassung zu Chaosgenerativität und reformuliert städtische Resilienz als ein sich entwickelndes Projekt kollektiver Agency, systemischer Rekonfiguration und Ko-Produktion emergenter urbaner Zukunft.
Dario Esposito (Mon,) hat diese Frage untersucht.