Key points are not available for this paper at this time.
Zusammenfassung Weltraumwetter stellt eine Gefahr für geerdete elektrische Infrastrukturen wie Hochspannungs (HV) Transformatoren dar, durch die Induktion von geomagnetisch induzierten Strömen (GICs). Die Modellierung von GICs erfordert Kenntnisse über das Quellmagnetfeld und die elektrische Leitfähigkeit der Erde, um die geoelektrischen Felder zu berechnen, die während magnetischer Stürme erzeugt werden, sowie Kenntnisse über die Topologie des HV-Netzes. Eine direkte Messung von GICs am Erdneutralleiter in Umspannwerken ist mit einer Hall-Effekt-Sonde möglich, jedoch sind solche Daten nicht weit verbreitet. Um unser HV-Netzmodell zu validieren, verwenden wir die Methode des Differentialmagnetometers (DMM), um GICs im 400 kV-Netz von Großbritannien zu messen. Wir präsentieren DMM-Messungen für den Sturm am 26. August 2018 an einem Standort in Schottland mit bis zu 20 A. Der Leitungs-GIC korreliert gut mit Hall-Sondenmessungen an einem lokalen Transformator, obwohl sie in der Amplitude um eine Größenordnung (maximal 2 A) differieren. Wir setzten ein langperiodisches Magnetotellurik (MT)-Instrument ein, um den lokalen Impedanztenor abzuleiten, der zur Vorhersage des geoelektrischen Feldes basierend auf dem aufgezeichneten Magnetfeld verwendet werden kann. Mit den aus MT abgeleiteten elektrischen Feldschätzungen modellieren wir GICs innerhalb des Netzes und berücksichtigen den Unterschied in der Größe zwischen den DMM-messenden Leitungsströmen und Erdströmen an der lokalen Umspannstation. Wir stellen fest, dass die gemessenen Leitungs- und Erd-GICs den erwarteten GICs aus unserem Netzmodell entsprechen, was bestätigt, dass detaillierte Kenntnisse der komplexen Netzwerktopologie und ihrer Widerstandsparameter entscheidend für die genaue Berechnung von GICs sind.
Hübert et al. (Mi,) haben diese Frage untersucht.