Wir kombinieren umfassende Daten über die Regelungstätigkeiten der US-Bundesregierung mit personenbezogenen Mitarbeiter- und Wählerregistrierungsdaten, um Delegation und Interessenvertreter-Konflikte bei der Entwicklung neuer Vorschriften zu untersuchen. Wir präsentieren drei Hauptresultate. Erstens werden selbst wichtige Teile neuer Vorschriften häufig an Karrierebürokraten delegiert, die politisch nicht mit dem Präsidenten ausgerichtet sind. Zweitens benötigen Vorschriften, die von fehlangepassten Regulierungsbehörden überwacht werden, systematisch länger zur Fertigstellung, sind umfangreicher, erzeugen mehr negative Rückmeldungen aus der Öffentlichkeit und werden eher gerichtlich angefochten. Drittens stehen Agenturleiter bei der Zuweisung von Regulierern zu Regelungen oft vor einem scharfen Zielkonflikt zwischen politischer Ausrichtung und Fachkenntnis. Trotz der Agenturkonflikte neigen sie dazu, diesen Zielkonflikt zugunsten der Fachkenntnis zu lösen.
Bellodi et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.