Abstract In diesem Tribut zolle ich der verstorbenen Deborah Cameron (1958-2026) Tribut, einer führenden feministischen Linguistin, deren Forschung das Verständnis der Soziolinguistik über die Beziehung zwischen Sprache, Gesellschaft, Geschlecht, Sexualität und Macht geprägt hat. Das Papier verfolgt Camerons nachhaltige Intervention gegen biologischen Determinismus, romantisierte Darstellungen von Geschlechtsunterschieden und die Annahme, dass sprachliche Reform allein sozialen Wandel bewirken kann. Während des gesamten Textes hebt das Tribut Camerons distinctive analytische Haltung hervor: ihr Bestehen auf Komplexität, ihr Widerstand gegen Konsens und ihr Engagement für Kritik als unverzichtbare wissenschaftliche Praxis. Ich argumentiere, dass Camerons Vermächtnis nicht nur in spezifischen theoretischen Beiträgen liegt, sondern auch in ihrer anhaltenden Herausforderung, Sprache als soziales Phänomen zu betrachten, ohne sie als ausreichenden Agenten sozialer Transformation zu verwechseln. (Soziolinguistik, Sprache und Geschlecht, Feminismus, Macht, Ideologie)
Rodrigo Borba (Tue,) untersuchte diese Frage.