Indiens Reaktion auf häusliche Gewalt hat sich mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zum Schutz von Frauen vor häuslicher Gewalt im Jahr 2005 grundlegend gewandelt, das das Verständnis von Missbrauch über körperliche Schäden hinaus erweitert und zivilrechtliche Mittel zum Schutz und zur Rehabilitation eingeführt hat. Trotz dieses fortschrittlichen gesetzlichen Rahmens zeigen die täglichen Erfahrungen von Frauen, die Schutz suchen, persistente Lücken zwischen rechtlicher Absicht und institutioneller Praxis. Dieses Papier untersucht die Governance häuslicher Gewalt in Indien durch eine institutionelle und soziologische Linse und argumentiert, dass das Versagen der Schutzmechanismen weniger in rechtlichen Unzulänglichkeiten als vielmehr in fragmentierter Governance, schwacher institutioneller Rechenschaftspflicht und tief verwurzelten sozialen Normen verankert ist. Durch die Analyse der Rollen von Polizei, Gerichten, Schutzbeamten und verbundenen Wohlfahrtseinrichtungen zeigt die Studie, wie das Gesetz zur häuslichen Gewalt routinemäßig durch moralische Annahmen über Ehe, Versöhnung und weibliche Verantwortung vermittelt wird. Das Papier kommt zu dem Schluss, dass die Governance häuslicher Gewalt in Indien als geschichtetes System partieller Interventionen und nicht als kohärentes Schutzregime funktioniert. Es endet mit dem Vorschlag, sich in Richtung integrierter, rechenschaftspflichtiger und überlebenszentrierter institutioneller Rahmenwerke zu bewegen, die rechtliche Vorgaben mit gelebten Realitäten in Einklang bringen.
Isaac et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.
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