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Diese Studie untersucht, wie das Timing von Erinnerungen an Bewertungen die Wahrscheinlichkeit und Qualität der Produktbewertungsbeiträge beeinflusst. Die Autoren postulieren, dass Erinnerungen an Bewertungen zwei unterschiedliche Effekte haben, abhängig vom Zeitpunkt der Zustellung. Einerseits können Erinnerungen an Bewertungsbeiträge, die unmittelbar oder kurz nach einer Produkterfahrung gegeben werden, die Freiheit des Verbrauchers bedrohen und eine negative Reaktion hervorrufen. Andererseits kann es vorteilhaft sein, Erinnerungen an Bewertungsbeiträge mit verzögerten Erinnerungen zu wecken, nachdem die Produkterfahrung vergangen ist. Um den Effekt von Erinnerungen zu bewerten, führen die Autoren zwei randomisierte Feldexperimente durch. Die Ergebnisse zeigen, dass sofortige Erinnerungen die Wahrscheinlichkeit von Bewertungsbeiträgen im Vergleich zu einer randomisierten sofortigen Kontrollgruppe, die keine Erinnerung erhielt, verringern, was der Vorstellung entspricht, dass die Reaktanz, die durch die Verletzung der Freiheit aufgrund sofortiger Erinnerungen hervorgerufen wird, den Vorteil des Gedächtnisabrufs überwiegt. Im Gegensatz dazu erhöhen verzögerte Erinnerungen die Wahrscheinlichkeit von Bewertungsbeiträgen erheblich im Vergleich zu einer randomisierten verzögerten Kontrollgruppe, was darauf hindeutet, dass der Vorteil des Gedächtnisabrufs die Reaktanz übersteigt. Das Timing von Erinnerungen hat jedoch kaum Auswirkungen auf den Inhalt der Bewertungen. Die Studie trägt zur Literatur über die zeitlichen Effekte von Marketingaktivitäten bei und bietet praktische Ratschläge für Online-Marktplätze, um mehr Produktbewertungen zu sammeln.
Jung et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.