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Die Debatte über die Automatizität der Reaktion der Amygdala auf Bedrohungen geht weiter. Modelle, die eine starke Automatizität postulieren, legen nahe, dass die Reaktion der Amygdala auf Bedrohungen sowohl unfreiwillig als auch unabhängig von Aufmerksamkeitsressourcen ist. Basierend auf diesen Modellen haben prominente Theorien vorgeschlagen, dass Angst die Ausgabe eines amygdalabasierten präattentiven Bedrohungsbewertungssystems moduliert. Hier plädieren wir für eine Modifikation dieser Modelle. Funkionale Magnetresonanztomographie-Daten wurden gesammelt, während Freiwillige eine Buchstabensuchaufgabe mit hoher oder niedriger wahrnehmbarer Belastung, überlagert von ängstlichen oder neutralen Gesichtsdisruptoren, durchführten. Weder hoch- noch gering ängstliche Freiwillige zeigten unter hoher wahrnehmbarer Belastung eine erhöhte Amygdala-Reaktion auf Bedrohungsdisruptoren, was im Widerspruch zu einem starken Automatizitätsmodell der Amygdala-Funktion steht. Unter niedriger wahrnehmbarer Belastung war erhöhte Zustandsangst mit einer verstärkten Reaktion auf Bedrohungsdisruptoren in der Amygdala und im oberen Temporalsulcus verbunden, während Individuen mit hoher Trait-Angst eine reduzierte präfrontale Reaktion auf diese Stimuli zeigten, was mit einer geschwächten Rekrutierung von Kontrollmechanismen übereinstimmt, die zur Verhinderung einer weiteren Verarbeitung von salienten Disruptoren verwendet werden. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Angst die Verarbeitung nach dem Wettbewerb um wahrnehmungsbedingte Ressourcen moduliert, wobei Zustands- und Trait-Angst unterschiedliche Einflüsse auf die neuronalen Mechanismen der Bedrohungsbewertung und der "top-down" Kontrolle haben.
Bishop et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.
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