Einführung Die wertbasierte Gesundheitsversorgung (VBHC) schlägt einen Rahmen für das Management von Gesundheitssystemen vor, der Gesundheits- und wirtschaftliche Ergebnisse verbindet, um den Wert der Gesundheitsversorgung zu bestimmen. Die Wertgleichung bleibt mehrdeutig und fungiert eher als theoretischer Rahmen als als praktisches Entscheidungsinstrument. Die zentrale Herausforderung liegt in der Schätzung und Interpretation der Wertgleichung. Ziel dieser Studie ist es, einen methodischen Proof-of-Concept bereitzustellen, um diese Lücke zu schließen. Methoden Eine Kohorte von 330 Patienten mit Brustkrebs, die aus zwei Gesundheitszentren mit einer Nachbeobachtungszeit von 12 Monaten stammt, wurde genutzt, um den vorgeschlagenen Ansatz zu veranschaulichen. Patientenberichte und wirtschaftsbezogene Ergebnisse (PROs und EROs) wurden gesammelt. Der Zähler wurde als patientenzentrierte, ergebnis-adjustierte Lebensjahre (PACELYs) definiert, eine neuartige Metrik, die hier vorgeschlagen wird und PROs und Überleben kombiniert, während der Nenner in Euro ausgedrückt wurde. Mit einem marginalen Ansatz wurden der inkrementelle Wert (IV) und die Wertkurve als Entscheidungsinstrumente vorgeschlagen. Ergebnisse Die durchschnittlichen PACELYs für die Gesundheitszentren A und B lagen zwischen 69,85 und 73,24, und die Kosten für diese Zentren betrugen 12.129 €–13.404 €. Der InIV zeigte, dass Zentrum B zusätzlich ein PACELY zu Kosten von 376 € im Vergleich zu A generierte, was Unterschiede in der organisatorischen Effizienz widerspiegelt. Die Wertkurve zeigte eine Variation in der Effizienz über die Thresholds von VBHC, abhängig vom Gesundheitskontext. Diskussion Dies ist der erste Proof-of-Concept zur Schätzung einer Wertzahl als patientenzentriertes Effizienzmaß für den Vergleich von Gesundheitsdienstleistern innerhalb von VBHC, mit zwei entscheidenden Transformationen der Wertgleichung: die Verwendung von PACELYs und die Annahme eines marginalen Ansatzes, wodurch es als Entscheidungsinstrument in der VBHC positioniert wird. Die geschätzte Zahl wird umfassendes Benchmarking über Zentren hinweg erleichtern und auf andere medizinische Bedingungen anwendbar sein. Weitere Forschung sollte sich auf die Gestaltung von wertbasierten Zahlungssystemen konzentrieren.
García‐Lorenzo et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.