Zusammenfassung In British Columbia, Kanada, wird die Mitigationstranslokation seit über einem Jahrzehnt als Standardpraxis genutzt, um Schäden an der Herpetofauna während anthropogener Habitatveränderungen oder -verluste zu mindern. Dennoch wurde das Ausmaß der Translokation in der gesamten Provinz nie quantifiziert. Um diese Lücke zu adressieren, haben wir 629 Genehmigungen für Mitigationstranslokationen zwischen Januar 2019 und Dezember 2022 überprüft und die Gründe für die Translokation (Projektart), den Standort in der Provinz (Region) sowie die Arten, Lebensphasen und die Anzahl der translokierten Individuen dokumentiert. Von den insgesamt erteilten Genehmigungen berichteten 277 Genehmigungen über die Translokation von 5.134.254 Herpetofauna-Individuen, wobei larvale Westkröten (Anaxyrus boreas) am prominentesten waren. Die meisten Translokationen fanden in stark urbanisierten Gebieten (Region Südküste) statt und erfolgten hauptsächlich für Projekte im Zusammenhang mit linearen Entwicklungen (z.B. Pipelines) und Wasserinfrastruktur (z.B. Einbau von Durchlässen). Trotz des erheblichen Umfangs der hier berichteten Mitigationstranslokation der Herpetofauna bleibt die Wirksamkeit dieser Praxis in British Columbia unbekannt, da ein Monitoring rechtlich nicht vorgeschrieben ist. Für die Zukunft empfehlen wir, die Vermeidung zu priorisieren, in die Schaffung oder Wiederherstellung von Lebensräumen zu investieren und transparente Berichtspflichten durchzusetzen, um Schäden an der Herpetofauna zu mindern.
Winand et al. (Dienstag) haben diese Frage untersucht.
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