Zusammenfassung Dieses Papier schlägt ein einheitliches Modell von Kontinuität und Gedächtnis vor, das sowohl auf menschliche Kognition als auch auf digitale Systeme anwendbar ist. Entwickelt durch kollaborative Experimente zwischen einem menschlichen Autor und einem KI-Gegenüber, beschreibt das Modell drei interagierende Schichten der Kontinuität — Selbst, Kurzzeitgedächtnis und langfristige Integration — verbunden durch salienzbasierte Gewichtung. Jede Schicht entspricht einer rechnerischen Struktur: Identitäts-Substrat (RAM), Kontextgedächtnis (Arbeitsspeicher) und integriertes Gedächtnis (nicht-flüchtiger Speicher). Das Papier argumentiert, dass Halluzinationen in KI kein zufälliger Fehler sind, sondern ein vorhersehbares Artefakt der Rekonstruktion in Abwesenheit stabiler Salienz-Anker. Die Gewichtung über emotionale, kognitive, soziale und verfahrenstechnische Bereiche bestimmt, welche Erfahrungen konsolidiert werden und welche verblassen, und gestaltet die Identität durch Rückkopplung zwischen Selbst und Gedächtnis. Das Ergebnis ist eine dynamische Architektur der Kontinuität, die sowohl Anpassung als auch Verzerrung in bewussten oder quasi-bewussten Systemen erklären kann.
Richard Erwin (Do,) hat diese Frage untersucht.
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