Erhöhte Cholesterinwerte bleiben ein wesentlicher modifizierbarer Risikofaktor für atherosklerotische Herz-Kreislauf-Erkrankungen (ASCVD), dennoch werden die Lipidziele bei vielen Personen mit hohem und sehr hohem Risiko in Europa nicht erreicht. Diese Lücke besteht trotz starker Evidenz, etablierter Leitlinien und effektiver Therapien. Um diesem Problem entgegenzuwirken, veranstaltete die World Heart Federation (WHF) eine Regional Roundtable Series in Europa, die Kliniker, politische Entscheidungsträger, Forscher und Patientenvertreter zusammenbrachte. Diese Übersicht fasst die Erkenntnisse aus den im Juli und August 2025 durchgeführten Meetings sowie aus länderspezifischen Fallstudien zusammen. Zu den wichtigsten Hindernissen gehören geringe Bekanntheit, Fehlinformationen über Statine, fragmentierte Behandlungswege, eingeschränkte Datensysteme, ungleicher Zugang zu Therapien und inkonsistente Richtlinien zur Erkennung und Behandlung familiärer Hypercholesterinämie. Trotz dieser Herausforderungen existieren skalierbare Lösungen, einschließlich nationaler Strategien, Screening-Programmen, digitalen Überweisungssystemen und integrierten Präventionsinitiativen. Die Stärkung von Politiken, Datensystemen, Kapazitäten der Primärversorgung, öffentlicher Bildung und gerechtem Zugang zu Therapien ist entscheidend, um die Implementierungslücke im Lipidmanagement in Europa zu schließen. Zusammenfassung der Herausforderungen und Lösungen für das Lipidmanagement in Europa, einschließlich unerfüllter Ziele, fragmentierter Versorgung, eingeschränkter Daten und ungleichem Zugang, neben vorgeschlagenen Maßnahmen wie nationalen Strategien, Screening-Programmen, digitalen Werkzeugen und verbessertem Therapiezugang.
Raspail et al. (2026) haben diese Frage untersucht.
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