Wir wollten feststellen, ob ein einstufiges Erwärmungsprotokoll für vitrifizierte Blastozysten eine nicht unterlegene Wirksamkeit und Sicherheit gegenüber der herkömmlichen mehrstufigen Methode erreicht. Diese großangelegte retrospektive Kohortenstudie umfasste 2.928 infertile Patientinnen, die zwischen Januar 2021 und Juni 2025 an einem einzigen tertiären Zentrum für Reproduktionsmedizin eine einzelne gefroren-getaufte Blastozystentransfer durchführten. Eine Propensity Score-matching-Subgruppe von 1.314 Patientinnen (je 657 pro Gruppe) mit vollständigen Geburtsoutcome-Daten wurde analysiert. Nach Sicherheitsbestätigung in einem vorläufigen Experiment mit 128 gespendeten Blastozysten wurde im März 2024 ein einstufiges Erwärmungsprotokoll klinisch implementiert. Die Teilnehmerinnen unterzogen sich entweder der konventionellen dreistufigen, auf Saccharose basierenden Erwärmung oder einer einstufigen Erwärmung mit 0,33 M Saccharoselösung für 2 Minuten. Eine multivariable logistische Regression wurde angewandt, um potenzielle Störfaktoren zu kontrollieren. Die Lebendgeburtenrate war das primäre Outcome in der gematchten Kohorte; zudem wurden Blastozystenüberleben, schwangerschaftsbezogene und neonatale Outcomes, einschließlich Geburtsgewicht und Geschlechterverhältnis, bewertet. Das Blastozystenüberleben lag in beiden Gruppen bei 100 %. In der Gesamtkohorte zeigte die einstufige Erwärmungsgruppe eine signifikant höhere ungeadjustierte fortdauernde Schwangerschaftsrate (35,6 % vs. 31,7 %; P = 0,029), trotz ungünstigerer Ausgangscharakteristika. In der Propensity Score-gematchten Kohorte wies die einstufige Erwärmungsgruppe eine signifikant höhere Lebendgeburtenrate auf (31,8 % vs. 26,3 %; P = 0,029), die auch nach Adjustierung signifikant blieb (adjustierte Odds Ratio = 1,360, 95 % Konfidenzintervall: 1,058–1,750; P = 0,017). Neonatale Outcomes waren zwischen den Gruppen vergleichbar. Das einstufige Erwärmungsprotokoll vereinfacht den Laborworkflow für vitrifizierte Blastozystentransfers. In dieser Studie war seine Anwendung mit einer höheren Lebendgeburtenrate assoziiert, was darauf hinweist, dass es eine zuverlässige und effiziente Option in der klinischen Praxis sein kann.
Wang et al. (Do,) untersuchten diese Fragestellung.