Einleitung Die Modernisierung der Geschlechterhaltungen stellt eine grundlegende Voraussetzung für die Erreichung gesellschaftlicher Geschlechtergerechtigkeit dar. Als kraftvolles Mittel zur Förderung sozialer Gerechtigkeit hat sich Sport als bedeutend erwiesen, um Geschlechtergerechtigkeit zu unterstützen. Allerdings bleiben die mikro-sozialen Interaktionen zwischen Sportteilnahme und individuellen Geschlechterhaltungen bislang unzureichend erforscht. Methoden Diese Studie verwendet Daten aus der China General Social Survey (CGSS) 2023 als Forschungsgrundlage. Für die Bewertung des Zusammenhangs zwischen Sportteilnahme und individuellen Geschlechterhaltungen sowie dessen Erscheinungsformen bei der männlichen Bevölkerung wurden multiple lineare Regressionsmodelle, Robustheitstests, Instrumentvariablentests (IV) und Interaktionsterm-Tests durchgeführt. Ergebnisse (1) Sportteilnahme korreliert positiv und signifikant mit der Modernisierung individueller Geschlechterhaltungen (β = 0.853, p < 0.01); (2) Dieser positive Zusammenhang ist auch bei Männern signifikant, was darauf hindeutet, dass Sportteilnahme ihnen helfen kann, sich von den Zwängen traditioneller Geschlechternormen zu lösen (β = 0.563, p < 0.05); (3) Im Vergleich zur Beziehung bei Frauen erscheint der Zusammenhang zwischen Sportteilnahme und den Geschlechterhaltungen von Männern relativ schwächer. Diskussion Unsere Analyse zeigt, dass Sportteilnahme als typische Form körperlicher Praxis positiv mit der Modernisierung individueller Geschlechterhaltungen korreliert. Dieser Effekt weist jedoch deutliche Geschlechterunterschiede auf, wobei die Wirkung bei Männern relativ schwächer ist als bei Frauen. Zukünftige Maßnahmen könnten davon profitieren, das sportliche Umfeld zu optimieren und institutionelle Reformen im Sportbereich zu verstärken – beispielsweise durch Sicherung der Teilnahmerechte vielfältiger Gruppen, Förderung einer gerechten Ressourcenverteilung und Unterstützung der Entgenderung der Medienrepräsentation –, um das größere Potenzial des Sports bei der Förderung moderner Geschlechterhaltungen freizusetzen.
Zhai et al. (Mi,) untersuchten diese Fragestellung.
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