Der Gemeine Brand des Weizens (Tilletia spp.) bleibt eine bedeutende Bedrohung für die Weizenproduktion in Systeme mit niedrigen Inputs und im ökologischen Landbau, wo chemische Beizmittel eingeschränkt oder vermieden werden. Die Wirtresistenz stellt eine Schlüsselkomponente für eine nachhaltige Krankheitskontrolle dar, deren effektive Anwendung jedoch detaillierte Kenntnisse über rassespezifische Virulenz und die genetische Grundlage der Resistenz erfordert. In dieser Studie analysierten wir die Reaktion einer großen und vielfältigen Weizengenressourcensammlung auf aktuelle europäische Populationen des Gemeinen Brands und kartierten die zugrunde liegenden Resistenzgene mithilfe von SNP-basierten Ansätzen. Insgesamt wurden von 2012 bis 2025 2731 Weizenzugänge phänotypisiert, wobei bis zu 42 gereinigte Brandrassen mit gut definierten Virulenzprofilen verwendet wurden. Basierend auf phänotypischen Reaktionen auf rassespezifische Resistenzmuster wurden die Zugänge gruppiert und mit etablierten Differenziallinien verglichen. Insgesamt wurden 1504 ausgewählte Zugänge genotypisiert mit Illumina 26k SNP-Arrays, und Resistenzloci wurden durch genomweite Assoziationsstudien identifiziert, gefolgt von Feinkartierung mittels Rekombinationsanalyse. Alle klassischen Bt-Resistenzgene von Bt1 bis Bt10 sowie Bt13 und BtZ wurden auf definierte physische Intervalle kartiert, und die genomischen Positionen von 18 zusätzlichen rassespezifischen Resistenzgenen wurden in einem Panel von Genressourcen identifiziert. Unsere Ergebnisse bestätigen, dass mehrere historisch definierte Bt-Gene, einschließlich Bt11 und Bt12, multigenetische Resistenzkomplexe darstellen und keine einzelnen Loci. Zudem könnten als separate Gene definierte Gene möglicherweise identisch sein, einschließlich Bt4, das identisch zu Bt6 ist, Bt10, das identisch zu BtZ ist, und Bt9, das möglicherweise identisch zu einem der Gene im Bt11-Komplex ist. Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer überarbeiteten Nomenklatur für Gene und eines Differenzialsortiments. Die identifizierten Resistenzhaplotypen bieten ein verbessertes Werkzeug für die markergestützte Selektion und unterstützen die Entwicklung von Weizensorten mit dauerhafter Resistenz gegen den Gemeinen Brand.
Borgen et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.