Zielsetzung: Schmerzen sind ein prominentes Symptom bei Brustkrebsüberlebenden, aber die assoziierten Faktoren werden weiterhin untersucht. Kindheitstraumata wurden mit Schmerzen im Erwachsenenalter durch emotionale und biologische Wege in Verbindung gebracht, jedoch sind sie im Kontext von Brustkrebs relativ unerforscht. Die aktuelle Studie untersucht die Assoziation zwischen Kindheitstraumata und Schmerzen bei Brustkrebsüberlebenden und die Mediation durch Ambivalenz gegenüber emotionalem Ausdruck (im Folgenden als emotionale Ambivalenz bezeichnet) und Entzündungen. Wir hypothisieren eine positive Assoziation zwischen Kindheitstraumata und Schmerzen, vermittelt durch größere emotionale Ambivalenz und höhere Entzündungswerte. Methoden: Frauen, bei denen Brustkrebs im Stadium 0-IIIA diagnostiziert wurde, führten ein Jahr nach Abschluss der primären Behandlung Bewertungen durch, einschließlich Fragebögen zur Beurteilung von Kindheitstraumata (Risky Families), emotionaler Ambivalenz (Ambivalence Towards Emotional Expressivity) und Schmerzen (SF-36). Blutproben wurden entnommen, um Plasmmarker für Entzündungen (IL-1ra, IL-6, CRP und sTNF-RII) zu messen. Ergebnisse: Kindheitstraumata waren signifikant mit größeren Schmerzen assoziiert, B =0.36, P =.008, was signifikant durch emotionale Ambivalenz vermittelt wurde, B =0.09, 95%CI 0.02, 0.18. Es wurden keine signifikanten indirekten Effekte durch irgendeinen der Entzündungsmarker gefunden. Wir untersuchten auch die Zusammenhänge zwischen Dimensionen von Kindheitstraumata und Schmerzen. Ähnliche Ergebnisse aus der linearen Regression und Mediation wurden für Bedrohung und Vernachlässigung gefunden, während es in Modellen zur Untersuchung von Haushaltschaos keine signifikanten Ergebnisse gab. Fazit: Die Ergebnisse heben die Relevanz von Kindheitstraumata als Beitrag zu persistenten Schmerzen bei Brustkrebsüberlebenden hervor und identifizieren emotionale Ambivalenz als einen wichtigen Weg und potenzielles Ziel für Interventionen.
Daang et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.