Kritisches Denken (KD) ist eine wesentliche Kompetenz für zukünftige Gesundheitsdienstleister, da es effektive Entscheidungsfindung, Problemlösung und die Bereitstellung von Patientenversorgung in zunehmend komplexen klinischen Umgebungen ermöglicht. Diese Studie untersuchte Wahrnehmungen, Motivationen und Faktoren, die mit KD verbunden sind. Eine Querschnittsstudie wurde unter 330 Studierenden der Medizin und anderer Gesundheitswissenschaften mit einem validierten Fragebogen durchgeführt. Der Spearman-Korrelationskoeffizient wurde verwendet, um die Beziehung zwischen den beiden Bereichen zu bewerten. Eine multivariate Analyse wurde durchgeführt, um Prädiktoren für Wahrnehmung und Motivation in Bezug auf KD zu bestimmen. Die Mehrheit der Teilnehmer zeigte niedrige bis mittlere Werte der Wahrnehmung und Motivation für KD. Mehr als 60 % der Studierenden berichteten über häufige institutionelle Unterstützung, während nur 58 % angaben, Unterstützung von ihren akademischen Beratern für die Entwicklung von KD zu erhalten. Studentinnen hatten signifikant höhere Wahrnehmungswerte (p = 0.029), und Pflege-studierende wiesen höhere Wahrnehmungsniveaus auf als Medizinstudierende (p = 0.016). Übergewichtige Studierende zeigten niedrigere Wahrnehmungswerte (p = 0.012) und Motivationswerte (p = 0.008). Strategien zur Verbesserung der Wahrnehmung des kritischen Denkens und der Motivation bei Studierenden werden empfohlen, um die fortgeschrittenen klinischen Denkfähigkeiten zu fördern, die für eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung erforderlich sind. Zu diesen Strategien gehört die Verbesserung der Möglichkeiten zur interprofessionellen Zusammenarbeit und die Integration praxisorientierter KD-Aktivitäten.
Sayeed et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.