Zusammenfassung Die Raten von Gezeitenzerreißereignissen (TDE) in aktiven galaktischen Kernen (AGNs) übertreffen beständig die Vorhersagen aus der Zwei-Körper-Entspannung, insbesondere in Post-Starburst- und Grünental-Galaxien. Wir erklären diesen Überschuss mit einem neuen Mechanismus: einer fegenden seculären Resonanz, die von einem begleitenden intermediären Massenobjekt (IMC) und einer sich leerenden gasförmigen Scheibe angetrieben wird. Während die Scheibenmasse abnimmt, fegt eine Resonanz zwischen der orbitalen Präzession von Sternen und dem IMC durch den nuklearen Cluster und regt die stellaren Exzentrizitäten auf nahe Eins auf orbitalen Zeiten viel schneller als die gravitative Entspannung an. Unser analytischer Rahmen, validiert durch N-Körper-Simulationen (REBOUND), zeigt, dass dieser Mechanismus IMC-zu-SMBH-Massenverhältnisse von q ≥ 10 −3, Scheibenmassenverhältnisse von p ≥ 10 −3 und eine geringe Entleerung der Scheibe im Megajahr-Maßstab erfordert. Er ist hochwirksam für koorbitierende IMCs, aber vernachlässigbar für gegenorbitierende. Die TDE-Rate erreicht Spitzenwerte von 10 −3 –10 −2 pro Galaxie und Jahr für einen Entleerungszeitraum τ dep ∼ 10 Myr. Sogar IMCs mit geringerer Masse können bedeutende Erhöhungen mit kompakten, langlebigen Scheiben erzeugen. Unser Modell erklärt natürlich die erhöhten AGN TDE-Raten und impliziert, dass eine hohe TDE-Inzidenz ein potenzieller Indikator für verborgene paraskalierte IMCs ist, was überprüfbare Vorhersagen für zukünftige AGN-Überwachungen bietet.
郑 et al. (Mon,) haben diese Fragestellung untersucht.