TB bleibt eine große Herausforderung für die öffentliche Gesundheit weltweit, wobei Indien fast ein Viertel der globalen TB-Belastung beiträgt. Wanderarbeiter stehen vor Barrieren beim Zugang zur Gesundheitsversorgung, verzögerter Diagnosestellung und schlechtem Gesundheitsverhalten. Die aktive Fallfindung (ACF) bei Hochrisikopopulationen ist entscheidend für die frühzeitige Erkennung und Reduzierung der Übertragung. Ziel war es, Lungentuberkulose bei Wanderarbeitern und ihren Familien zu identifizieren und ihre Wahrnehmungen von TB-Symptomen, Übertragung und Barrieren beim Zugang zur Pflege zu untersuchen. Eine querschnittliche quantitative Studie mit einer eingebetteten qualitativen Komponente wurde zwischen Januar und Dezember 2021 in Puducherry durchgeführt. Eine Zensus-Stichprobenstrategie wurde verwendet. Die Teilnehmer wurden mit einem vordefinierten Instrument gescreent, und diejenigen mit vermuteter TB unterzogen sich bei Bedarf einem Sputum-CBNAAT-Test oder einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs. Freilisten-Übungen wurden verwendet, um Wahrnehmungen und Barrieren zu bewerten. Von 403 gescreenten Teilnehmern (Durchschnittsalter: 29,7 ± 10,6 Jahre; 84,6% männlich) wurden 21 (5,2%, 95% CI: 3,0–8,2) als vermutete TB identifiziert. Vierzehn unterzogen sich einem Sputum-CBNAAT-Test, alle negativ. Sieben lehnten den Test aufgrund von zeitlichen Einschränkungen am Arbeitsplatz ab. Husten, Fieber, Kopfschmerzen und Hämoptyse wurden als die am häufigsten erkannten Symptome genannt. Arbeitsplatzbeschränkungen und fehlende Genehmigung durch Vorgesetzte waren wichtige Barrieren zur Versorgung. ACF ist entscheidend für die Entdeckung von undiagnostizierter TB bei Wanderarbeitern. Arbeitsplatzbezogene Interventionen und Aufklärungskampagnen sind erforderlich, um die Einhaltung des Screenings zu verbessern und diagnostische Verzögerungen zu reduzieren.
Radhakrishnan et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.