Die Rhythmen der Jazz-Standardmelodien sind von Natur aus flexible Prototypen, die von Jazzmusikern durch eine Vielzahl von expressiven Transformationen zum Leben erweckt werden. Ich argumentiere, dass diese Transformationen in zwei eng verwandte Kategorien fallen. Die erste, das expressive Timing, beinhaltet Verschiebungen der Anfänge, die so klein sind – meist im Millisekundenbereich –, dass sie keine Veränderung in der metrik-hierarchischen Position darstellen; sie liegen unterhalb der Syntaxebene. Im Gegensatz dazu beinhaltet die thematische Transformation oft das Verschieben von Noten in eine andere metrische Position. In diesem Papier behaupte ich, dass expressives Timing und thematische Transformation miteinander verbundene improvisatorische Prozesse darstellen, die in den Aufführungen von Jazzstandards koordiniert sind. Ich verbinde diese Techniken mit der aktuellen Forschung zur Jazz-Ontologie und Referenzierungen und argumentiere, dass die mehrdeutigen Beziehungen zwischen diesen Transformationskategorien das Ergebnis der ontologischen Flexibilität von Jazzmelodien sind. Letztendlich argumentiere ich, dass beide Techniken in einen fortwährenden Austausch involviert sind, während sich der Improvisationsprozess entfaltet.
Sean R. Smither (Wed,) untersuchte diese Frage.