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Abstract Die meisten Online-Plattformen werden zunehmend algorithmisch personalisiert. Die Frage ist, ob diese Praktiken einfach die Vorlieben der Nutzer befriedigen oder ob in diesem Prozess etwas verloren geht. Dieser Artikel konzentriert sich darauf, wie man die Personalisierung mit der Bedeutung in Einklang bringen kann, kulturelle Objekte – einschließlich Fiktion – mit anderen zu teilen. Bei der Analyse zweier konkreter Personalisierungsbeispiele des Streaming-Riesen Netflix werden mehrere Tendenzen beobachtet. Eine besteht darin, Nutzer zu isolieren und manchmal die Aspekte einer gemeinsamen Welt vollständig zu eliminieren. Eine andere Tendenz ist, die Grenze zwischen gemeinsamen kulturellen Objekten und personalisiertem Inhalt zu verwischen, was irreführend und desorientierend sein kann. Eine weitere Tendenz besteht darin, dass Personalisierungsalgorithmen dazu optimiert werden, täuschend auf Wünsche nach Inhalten zuzugreifen, die die eigenen gelebten Erfahrungen widerspiegeln. Einige spezifische – oft auf Minderheiten zielt – „Clickbait“-Praktiken stießen auf öffentlichen Widerstand. Diese Praktiken zeigen sowohl Missachtung gegenüber ehrlicher Kennzeichnung als auch gegenüber unserem Wunsch nach Zugang und Repräsentation in einer gemeinsamen Welt. Der Artikel schlussfolgert, dass die Tendenzen zur Personalisierung sich in Richtung zunehmend isolierender und desorientierender Schnittstellen bewegen, dass aber Plattformen umgestaltet werden könnten, um eine bessere soziale Weltorientierung zu unterstützen.
Maria Brincker (Do,) hat diese Frage untersucht.
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