Einige Tiere leben erfolgreich in anthropogenen Umgebungen, sind jedoch häufig negativen Einflüssen wie Lebensraumzerstörung, Störung und Umweltverschmutzung ausgesetzt. Eidechsen bewohnen oft Steinmauern, verlassene Gebäude und Kulturdenkmäler, einschließlich Festungen, wo Ritzen wichtige Orte zum Verstecken, zur Thermoregulation und für die Winterruhe bieten. Allerdings können Urbanisierung und Restaurierungsaktivitäten die Tierpopulationen negativ beeinflussen, indem sie Bewegung und Ausbreitung einschränken und den Fortpflanzungserfolg, das Wachstum und das Überleben verringern, was potenziell zu Populationsrückgängen oder lokalen Aussterben führen kann. Das Hauptziel dieser Studie war es, die Auswirkungen der Restaurierung von Kulturdenkmälern auf die Population der Gemeinen Garteneidechse (Podarcis muralis) zu bewerten, indem der Körperzustandsindex und die Populationsstruktur analysiert wurden. Die Studie wurde an der Festung Kalemegdan im städtischen Zentrum von Belgrad, Serbien, durchgeführt. Diese dreijährige Forschung zeigte, dass an dem Standort Kalemegdan 1 die Restaurierung der Festung zum lokalen Aussterben der Population aufgrund von Lebensraumzerstörung und dem Tod von Eidechsen führte, ohne Hinweise darauf, dass Eidechsen in den benachbarten Standort Kalemegdan 2 migrierten. Interessanterweise wiesen Eidechsen von Kalemegdan 1 durchgängig einen höheren Körperzustandsindex auf als diejenigen von Kalemegdan 2, was auf günstigere Bedingungen für die Winterruhe an dem früheren Standort hindeutet. Allerdings zeigten die Werte des Körperzustandsindex an Kalemegdan 1 über den Studienzeitraum einen abnehmenden Trend, wahrscheinlich als Folge der Restaurierungsaktivitäten. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die Restaurierung historischer Festungen zu Lebensraumverlust und Populationsrückgängen bei städtischen Eidechsen führen kann. Angesichts der Tatsache, dass städtische Populationen oft klein und fragmentiert sind, könnte das Fehlen geeigneter Milderungsmaßnahmen während der Restaurierung das Risiko eines lokalen Aussterbens erhöhen.
Milićević et al. (Mi,) untersuchten diese Frage.
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