Agile Frameworks wie SAFe gehen davon aus, dass Mitarbeitende von Natur aus mit Werten wie Zusammenarbeit, Selbstorganisation und Anpassungsfähigkeit übereinstimmen. Psychologische und entwicklungsbedingte Fehlanpassungen können agile Transformationen jedoch untergraben. Diese explorative Mixed-Methods-Studie in einer großen Schweizer Organisation untersuchte die Passung zwischen Person und Job in vier SAFe-organisierten Teams, wobei Daten zu Persönlichkeit (Big Five), Motivation (Self-Determination Theory) und Werten (Spiral Dynamics) kombiniert wurden. Die Ergebnisse zeigen drei Arten potenzieller Fehlanpassungen – strukturell, kulturell und entwicklungsbezogen – die mit Autonomie- und Kompetenzzufriedenheit sowie wahrgenommener Teamleistung verbunden sind. Hochleistungs-Teams zeigten eine stärkere Übereinstimmung über psychologische und Werte-Dimensionen hinweg, während Teams mittlerer Leistung aufgrund von Autonomieeinschränkungen und kultureller Dissonanz Reibungen erfuhren. Die Studie hebt eine diagnostische Lücke in der skalierten agilen Praxis hervor: Aktuelle Frameworks übersehen oft psychologische Diversität und motivationalen Bedürfnisse. Wir schlagen eine ganzheitliche Erweiterung des Person-Job-Fit-Modells vor und skizzieren praktische Implikationen dieses menschzentrierten diagnostischen Ansatzes.
Leikert-Böhm et al. (Fri,) untersuchten diese Fragestellung.