Die Inhaftierungsraten von Frauen steigen weltweit. Die Evidenz deutet auf wesentliche Unterschiede zwischen straffällig gewordenen Frauen und Männern hin, wobei Frauen erhebliche Vulnerabilitäten im Zusammenhang mit belastenden und traumatischen Erfahrungen aufweisen. Dies unterstreicht die Bedeutung der Entwicklung von Interventionen im Strafvollzug, die adäquat auf diese Spezifika eingehen, und zwar geschlechtersensibel (gender-responsive), traumainformiert und auf Bedarfsanalysen basierend (wie dem Risk-Needs-Responsivity-Modell). Diese Übersichtsarbeit zielt darauf ab, neuere psychosoziale Interventionen bei inhaftierten Frauen zu beschreiben, einschließlich ihrer Behandlungsmodalitäten, Zielsetzungen und theoretischen Modelle, um letztlich das Ausmaß zu analysieren, in dem sie sich an den empfohlenen Prinzipien orientieren. Gemäß den Leitlinien der Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analyses (PRISMA) ergab unsere Suche 66 Artikel in 5 Datenbanken. Die Ergebnisse zeigten, dass die meisten Studien ein breites Spektrum an Behandlungszielen verfolgten, die auf geschlechtsspezifische Besonderheiten abgestimmt waren. Dies traf jedoch nicht auf Programmdauer, Format und Multimodalität zu, die selten an die geschlechtsspezifischen und traumabezogenen Bedürfnisse von Frauen angepasst waren und größtenteils aus gruppenbasierten Interventionen bestanden, von denen viele weniger als 12 Sitzungen umfassten und spezifische Ziele adressierten. Zudem berichteten nur 29 Studien über Interventionen, die geschlechtersensibel waren, 18 über traumainformierte und 5 über solche, die auf dem Risk-Needs-Responsivity-Modell basierten. Diese Ergebnisse zeigen eine Kluft zwischen der Realität der Interventionen, die weiblichen Gefangenen angeboten werden, und den in der wissenschaftlichen Literatur empfohlenen Best Practices.
Rodrigues et al. (Fri,) untersuchten diese Fragestellung.
Synapse has enriched 5 closely related papers on similar clinical questions. Consider them for comparative context: