Fortschritte in genetischen Tests und bildgebenden Verfahren deuten darauf hin, dass die hypertrophe Kardiomyopathie häufiger ist als die historisch akzeptierte Rate von 1 zu 500.
Die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) ist eine wichtige genetische Herzmuskelerkrankung, deren Prävalenz in der Allgemeinbevölkerung noch nicht vollständig geklärt ist. In den letzten 20 Jahren haben die meisten Daten die Häufigkeit von HCM mit etwa 1 zu 500 unterstützt. Die Autoren haben jedoch eine Reihe relevanter Fortschritte in der kardiovaskulären Medizin untersucht, darunter weit verbreitete kostenpflichtige genetische Tests, populäre genetische Studien und moderne bildgebende Verfahren sowie ein höheres Maß an Verdacht und Anerkennung sowohl für die klinisch ausgeprägte Erkrankung als auch für die genpositiv-Phänotyp-negativ Gruppe (die Risiko für die Entwicklung der Krankheit hat). Unter Berücksichtigung der potenziellen Auswirkungen dieser Initiativen auf das Auftreten der Erkrankung haben die Autoren die Prävalenz von HCM in der Allgemeinbevölkerung neu bewertet. Sie schlagen vor, dass HCM häufiger ist als bisher geschätzt, was dessen Anerkennung in der praktizierenden kardiovaskulären Gemeinschaft fördern könnte, wodurch eine rechtzeitige Diagnose und die Umsetzung angemessener Behandlungsoptionen für viele Patienten ermöglicht wird.
Semsarian et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.