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Hintergrund: Wenig ist über die klinischen, diagnostischen und prognostischen Aspekte der tiefen Venenthrombose der oberen Extremitäten (UEDVT) bekannt. Ziele: Identifizierung der klinischen und laborchemischen Parameter, die mit dieser Erkrankung assoziiert sind, Bewertung der diagnostischen Genauigkeit von ultrasonografischen Methoden zu deren Nachweis und Feststellung der Häufigkeit sowohl früher als auch später Komplikationen. Patienten und Methoden: Nach einer sorgfältigen Anamnese wurden 58 aufeinanderfolgende Patienten mit klinischen Anzeichen und Symptomen, die auf UEDVT hindeuteten, hinsichtlich der Werte von Antithrombin III, Protein C- und S-Levels sowie Resistenz gegenüber aktiviertem Protein C und lupusähnlichen Antikoagulantien untersucht. Die Kompressionsultraschalluntersuchung, die Farbdopplerultraschallbildgebung und die Dopplerultraschalluntersuchung wurden vor der Venographie durchgeführt. Patienten mit bestätigter UEDVT durchliefen objektive Tests zum Nachweis einer Lungenembolie und wurden prospektiv verfolgt, um wiederkehrende thromboembolische Ereignisse und postthrombotische Folgezustände zu dokumentieren. Ergebnisse: Die Ergebnisse der Venographie bestätigten UEDVT bei 27 Patienten (47 %). Zentrale Venenkatheter, thrombophilic Zustände und eine vorherige Beckenvenenthrombose waren statistisch signifikant mit UEDVT assoziiert. Sensitivität und Spezifität der Kompressionsultraschalluntersuchung (96 % bzw. 93,5 %) und der Farbdopplerultraschallbildgebung (100 % bzw. 93 %) waren vergleichbar und besser als die der Dopplerultraschalluntersuchung (81 % bzw. 77 %). Objektive Befunde, die auf eine Lungenembolie hindeuten, wurden bei 36 % der Patienten mit UEDVT dokumentiert. Nach einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 2 Jahren erlebten 2 Patienten mit UEDVT wiederkehrende thromboembolische Ereignisse, und 4 hatten postthrombotische Folgeschäden. Schlussfolgerungen: Symptomatische UEDVT ist mit zentralen Venenkathetern, thrombophilischen Zuständen und einer vorherigen Beckenvenenthrombose assoziiert. Sowohl die Kompressionsultraschalluntersuchung als auch die Farbdopplerultraschallbildgebung sind genaue Methoden zu ihrem Nachweis. Eine Lungenembolie ist eine häufige Komplikation der Erkrankung. Schließlich kann diese Störung wieder auftreten und kann durch postthrombotische Folgeschäden begleitet werden. Arch Intern Med. 1997;157:57-62
Paolo Prandoni (Mo.) untersuchte diese Frage.