ZUSAMMENFASSUNG Das Management von Fossa navicularis-Stenosen (FNS) hat sich über mehr als ein Jahrhundert chirurgischer Innovationen entwickelt. Zu den anfänglichen Behandlungsmethoden gehörten mechanische Dilatation, Urethrotomie und Meatotomie; diese Techniken führten jedoch häufig zu einer Verschlechterung der Narbenbildung und lösten nicht die zugrunde liegende pathologische Erkrankung. Das Fehlen anatomischer Einsicht und das begrenzte Verständnis der Krankheitsätiologie führten zu groben, palliativen Interventionen. Die Erkennung von Lichen sclerosus (LS) in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts stellte den ersten bedeutenden Konzeptwechsel dar, der LS als die Hauptursache für distale Stenosen festlegte und die Grenzen hautbasierter Reparaturen offenbarte. Das späte zwanzigste Jahrhundert erlebte die erste rekonstruktive Revolution mit Jordans ventralem transversalen Inseltransfer, der eine anatomisch getreue und kosmetisch überlegene Rekonstruktion bot, die durch Langzeitergebnisse bestätigt wurde. Ein zweiter Paradigmenwechsel trat Anfang der 2000er Jahre mit dem Aufkommen von oralen Schleimhauttransplantaten ein, getrieben von den grundlegenden Arbeiten von Armenakas und McAninch. Moderne Verfeinerungen – einschließlich glans-erhaltender Konzepte, minimal-invasiver Transplantationstechniken und neuartiger zirkumferentialer Transplantation – spiegeln die fortschreitende Reifung rekonstruktiver Prinzipien wider. Dies ist eine historische narrative Überprüfung, die eine Synthese der Evolution des FNS-Managements von frühen empirischen Techniken bis hin zu zeitgenössischen, pathologiegeführten Rekonstruktionen bietet.
Sharin et al. (Do,) haben diese Frage untersucht.