Zielgerichtete antiinflammatorische Therapien können die Prognose bei spezifischen Herzinsuffizienz-Phänotypen verbessern, die durch eine entzündliche Pathobiologie geprägt sind, obwohl frühere klinische Studien überwiegend erfolglos waren.
Übersichtsarbeit
Es wurde schon lange beobachtet, dass Herzinsuffizienz (HI) mit Messgrößen systemischer Entzündung einhergeht. In den letzten Jahren gab es bedeutende Fortschritte im Verständnis darüber, wie Entzündungen zur Pathogenese und Progression der HI beitragen. Zwar wurde in zahlreichen Studien der Zusammenhang zwischen Entzündungsparametern und dem Schweregrad sowie der Prognose der HI bestätigt, jedoch erwiesen sich klinische Studien mit antiinflammatorischen Therapien meist als erfolglos. Vor diesem Hintergrund entsteht das bislang unerfüllte Ziel, präzise Phänotypen innerhalb des Syndroms der HI gezielt anzusprechen; wenn solche präzisen Definitionen realisiert werden können und das Verständnis der Rolle spezifischer entzündlicher Mediatoren verbessert wird, besteht die Erwartung, dass zielgerichtete antiinflammatorische Therapien die Prognose bei Patienten verbessern könnten, deren HI durch eine entzündliche Pathobiologie getrieben wird. In diesem Beitrag beschreiben die Autoren mechanistische Verknüpfungen zwischen Entzündung und HI, diskutieren traditionelle und neuartige Entzündungsmarker und fassen die jüngsten Erkenntnisse aus klinischen Studien zu antiinflammatorischen Therapien zusammen.
Murphy et al. (Sun,) führten eine Übersichtsarbeit zum Thema Herzinsuffizienz durch. Antiinflammatorische Therapien wurden bewertet. Zielgerichtete antiinflammatorische Therapien können die Prognose bei spezifischen Herzinsuffizienz-Phänotypen verbessern, die durch entzündliche Pathobiologie geprägt sind, obwohl frühere klinische Studien überwiegend erfolglos waren.