Dieser Fall hebt das klinische Dilemma hervor, ob ein sekundärer Präventions-ICD bei Patienten mit SCAD-induzierter ventrikulärer Fibrillation eingesetzt werden soll, und betont die Rolle der konservativen Behandlung.
Hintergrund: Die spontane Koronararterieninsuffizienz (SCAD) ist eine seltene, nicht-atherosklerotische Ursache des akuten Koronarsyndroms (ACS), die überwiegend junge Frauen betrifft und häufig mit einer fibromuskulären Dysplasie (FMD) assoziiert ist. Obwohl sie zunehmend erkannt wird, ist sie in der Literatur unterrepräsentiert. Fallzusammenfassung: Wir präsentieren einen Fall einer jungen Frau mit ACS und ventrikulärer Arrhythmie, die aufgrund von SCAD zu einem Herzstillstand führte, und diskutieren die klinische Entscheidungsfindung hinsichtlich der Platzierung eines ICD zur sekundären Prävention. Diese Patientin wurde ohne einen ICD entlassen. Leider wurde sie aufgrund persistierender Schwindelgefühle erneut ins Krankenhaus eingeliefert und später im Zusammenhang mit einer Dissektion der Halsschlagader mit einer fibromuskulären Dysplasie (FMD) diagnostiziert. Sie blieb stabil und wurde mit engmaschigem kardiologischem und neurologischem Follow-up zur Behandlung der FMD entlassen. Diskussion: Es gibt keine eindeutigen Beweise für oder gegen die Platzierung eines sekundären Präventions-ICD bei Patienten, die mit ventrikulären Arrhythmien im Rahmen von SCAD aufgrund von FMD präsentiert werden. Dieser Fall hebt die Komplexität der Behandlung von SCAD hervor, insbesondere in Bezug auf die ICD-Platzierung zur sekundären Prävention. Weitere Forschungen zu den langfristigen Ergebnissen, insbesondere bei SCAD-Fällen, die mit genetischen Vaskulopathien wie FMD assoziiert sind, sind erforderlich. Fazit: Dieser Fall verdeutlicht die Herausforderungen der Entscheidungsfindung bezüglich ICD bei SCAD mit systemischer Vaskulopathie und betont die Bedeutung einer richtliniengerechten, konservativen Behandlung.
Caplan et al. (Donnerstag) haben diese Frage untersucht.