Die Infrarotthermografie (IRT) ist ein nicht-invasives bildgebendes Verfahren zur Messung der Körperoberflächentemperatur und zur Erkennung von Temperaturschwankungen bei physiologischen und pathologischen Bedingungen, was IRT zu einem potenziellen Werkzeug für die Estrusdetektion macht. Diese Studie bewertete die Genauigkeit von IRT bei der Erkennung von Estrus bei Kleinbauern-Rindern, die in Kleinbausystemen gehalten werden. Die gemessenen Parameter umfassten Umweltparameter (Umgebungstemperatur und relative Luftfeuchtigkeit), physiologische Reaktionen (Rektaltemperatur, Pulsfrequenz und Atemfrequenz) sowie die Körperoberflächentemperaturen in vier Regionen (Auge, Maul, Ohr und Vulva). Die Daten wurden von acht läufigen und acht nicht-läufigen Kü hen zweier Rassen (Limousin-Kreuzung und Simmental-Kreuzung) gesammelt. Die physiologischen Reaktionen unterschieden sich nicht signifikant (p > 0,05) zwischen den beiden Rassen. Obwohl die läufigen Limousin-Kreuzungs-Kühe höhere Körperoberflächentemperaturen in allen Körperregionen aufwiesen, waren die Unterschiede statistisch nicht signifikant (p > 0,05). Die Körperoberflächentemperaturen der Augen-, Maul-, Ohr- und Vulvaregionen von läufigen Simmental-Kreuzungs-Kühen waren höher (p<0,05) als die von nicht-läufigen Kühen. Schwache Assoziationen mit der Umgebungstemperatur deuten darauf hin, dass das Auge und die Vulva zuverlässige Regionen für IRT-Messungen sind. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass IRT ein nicht-invasives, zuverlässiges und genaues Verfahren zur Estrusdetektion bei Kühen ist.
Ma’rufi et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.
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