Monoklonale Antikörper, die amyloid-β adressieren, wie lecanemab und donanemab, wurden kürzlich für die Behandlung der frühen Alzheimer-Krankheit (AD) zugelassen. Obwohl viele diese Antikörper als Meilensteine in der AD-Therapie betrachten, waren die klinischen Zulassungen aufgrund andauernder Debatten über ihren klinischen Nutzen und ihre Sicherheit uneinheitlich. Der berichtete verlangsamte kognitive Abbau ist geringfügig und liegt oft unter den Schwellen für klinisch signifikante Unterschiede bei Ergebnismaßen. Außerdem sind diese Therapien mit Nebenwirkungen verbunden, darunter Infusionsreaktionen, Kopfschmerzen und Übelkeit sowie ernsthaftere Probleme wie amyloidbedingte Bildgebungsanomalien (ARIAs), deren langfristige Auswirkungen unklar bleiben. In diesem Standpunktartikel heben wir drei Sicherheitsbedenken hervor: ARIAs, beschleunigter Hirnvolumenverlust und therapiebezogene Todesfälle. ARIAs treten bei behandelten AD-Patienten wesentlich häufiger auf als in Placebo-Gruppen, doch ihre funktionellen Folgen sind noch wenig verstanden. Es gibt Hinweise darauf, dass die Behandlung mit Anti-Amyloid-Antikörpern zu einem größeren Hirngewebeverlust als Placebobehandlungen führen kann, was jedoch in Studien und regulatorischen Bewertungen wenig Beachtung gefunden hat. Schließlich sind verlässliche Daten zur therapiebezogenen Mortalität aufgrund mangelnden Zugangs zu detaillierten klinischen und neuropathologischen Informationen knapp. Diese Probleme unterstreichen erhebliche Unsicherheiten bei der Bewertung des Risiko-Nutzen-Profils von Anti-Amyloid-Therapien. Eine systematischere Untersuchung – einschließlich routinemäßiger Überwachung des Hirnvolumens, funktioneller PET-Bildgebung und unabhängiger Todesfallbewertungen – ist entscheidend für ein umfassendes Verständnis von Nutzen und Risiken in regulatorischen und klinischen Entscheidungen. • Nutzen von lecanemab und donanemab sind gering und unklar • Verzögerungen des kognitiven Abbaus könnten klinisch nicht bedeutsam sein • Sicherheitsbedenken umfassen ARIAs, Hirnatrophie und Todesfälle • Weitere Forschung ist erforderlich, um Risiken und Nutzen abzuwägen.
Høilund-Carlsen et al. (Mi,) untersuchten diese Fragestellung.
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