Dieses Papier schlägt ein Modell zur Schätzung wirtschaftlicher Verluste vor, die auf Front-End-Komplexität und Webleistungsverschuldung in Webanwendungen zurückzuführen sind. Die Folgen technischer Schulden, die sich aus übermäßigem JavaScript-Ausführen, tiefen DOM-Hierarchien und hohen HTTP-Anforderungsvolumen ergeben, wurden untersucht. Diese Faktoren beeinträchtigen die Webleistung, reduzieren die Benutzerbindung und Konversionsraten und verringern letztendlich die Einnahmen. Mit einem analytischen Modellierungsansatz wurden Korrelationen zwischen Metriken der Front-End-Komplexität, einschließlich JavaScript-Bündelgröße, DOM-Tiefe und HTTP-Anforderungsvolumen, und Webleistungsindikatoren, insbesondere Largest Contentful Paint (LCP) und Interaction to Next Paint (INP), festgestellt. Einnahme- und Konversionsverluste wurden als nichtlineare Funktionen der Latenz modelliert, wobei Margen, Kontrollintensität und Schwelleffekte einbezogen wurden, um realistische Leistungs-Einnahmen-Beziehungen darzustellen. Die empirische Bewertung basierte auf einem dreischichtigen Datensatz, der echte Leistungsmetriken von Lighthouse mit synthetischen Datensätzen kombinierte, um optimierte (Bestfall), typische (Basislinie) und hochkomplexe (Worstfall) Front-End-Szenarien zu modellieren. Die Ergebnisse bestätigten, dass erhöhte Front-End-Komplexität und Leistungsverschuldung mit verschlechterter Latenz und Interaktivität korrelieren, was zu erheblichen Konversions- und Einnahmenverlusten führt. Grenz- und Schwellenanalysen zeigten nichtlineare Effekte: Bei niedrigeren Komplexitätsstufen führen Leistungsverbesserungen zu höheren finanziellen Erträgen, während bei höheren Komplexitätsstufen eine Optimierung abnehmende Grenzerträge produziert. Diese Erkenntnisse zeigen, dass die Optimierung der Front-End-Leistung ein wirtschaftliches Gebot und keine technische Überlegung ist. Eine effektive Verwaltung der Front-End-Komplexität reduziert Leistungsverschuldung und Einnahmenerosion und bietet einen Rahmen für Ingenieursentscheidungen und Investitionsstrategien in leistungs-kritischen Umgebungen. Dieser Ansatz wandelt das Leistungsmanagement in eine strategische wirtschaftliche Entscheidung um, die eine Investitionsoptimierung durch direkte Korrelation mit Geschäftsergebnissen ermöglicht.
A.I. Hryshchenko (Mon.) hat diese Frage untersucht.