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Ziel: Gebrechlichkeit ist in den letzten Jahren zu einem wichtigen Gesundheitsproblem geworden. Ziel dieser Studie war es, den Zusammenhang zwischen Gebrechlichkeit und Medikamentengebrauch sowie Polypharmazie bei Personen über 65 Jahren zu untersuchen. Methoden: Patienten ab 65 Jahren, die in familienmedizinischen Kliniken aufgenommen wurden, wurden in die Studie einbezogen. Der Tilburg-Gebrechlichkeitsindikator, der Timed Up and Go-Test und der Ganggeschwindigkeitstest wurden verwendet. Es wurden multivariate lineare und logistische Regressionsanalysen durchgeführt. Ergebnisse: Personen, die täglich fünf oder mehr Medikamente (Polypharmazie) einnahmen, machten 49,1 % aller Teilnehmer aus. 55,6 % der Patienten mit Polypharmazie waren gebrechlich. Geschlecht (β=-0,560, 95% CI=-0,943-0,177) und die Anzahl der chronischen Erkrankungen (β=1,496, 95% CI=1,376-1,616) hatten einen Einfluss auf die Gesamtanzahl der Medikamente. Laut den Ergebnissen der logistischen Regressionsanalyse zur Polypharmazie waren weibliches Geschlecht (aOR=3,4, 95% CI=1,412-8,639), allein leben (ledig/getrennt/verwitwet) (aOR=2,8, 95% CI=1,133-7,201) und die Anzahl der chronischen Erkrankungen (aOR=6,8, 95% CI=4,218-11,075) signifikant mit einem erhöhten Risiko für Polypharmazie verbunden. Fazit: Bei Patienten ab 65 Jahren mit Polypharmazie wurde ein signifikanter Anstieg des Gebrechlichkeitsscores und eine Verringerung der Gehgeschwindigkeit festgestellt. Es sollte berücksichtigt werden, dass Polypharmazie signifikant mit Gebrechlichkeit bei älteren Patienten verbunden ist.
Arslan et al. (Mittwoch) haben diese Frage untersucht.