Zusammenfassung Verwaistes Land stellt einen wichtigen, jedoch ungenutzten Bestandteil der Agrarreform dar, insbesondere in Indonesien, wo Landungleichheit neben einer ineffektiven Nutzung von Ressourcen besteht. Obwohl das Prinzip der sozialen Funktion des Landes durch das Gesetz Nr. 5 von 1960 über die Grundsätze der Agrarpolitik (UUPA) anerkannt wird, bleibt die Umsetzung durch die Regierungsverordnung Nr. 11 von 2010 über verwahrlostes Land und die Integration in die Agrarreform unter der Präsidialverordnung Nr. 86 von 2018 fragmentiert und mangelhaft klar. Diese Studie untersucht die rechtliche Konzeptualisierung von verwahrlostem Land und bewertet die Angemessenheit der bestehenden Regulierungsmechanismen zur Unterstützung der Agrarreformziele. Mit einer doktrinären Rechtsmethode kombiniert mit einem vergleichenden Ansatz analysiert diese Studie indonesische Landvorschriften zusammen mit denen von Brasilien und Südafrika, um Unterschiede in der Behandlung von verwahrlostem Land innerhalb der Agrarreformsysteme zu identifizieren. Die Ergebnisse zeigen, dass Indonesien mit rechtlicher Unklarheit und schwacher institutioneller Integration konfrontiert ist, während vergleichbare Jurisdiktionen eine stärkere Übereinstimmung zwischen der Nichtnutzung von Land und staatlichen Umverteilungsinterventionen zeigen. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass ein Wandel hin zu einer funktionsbasierten Landverwaltung notwendig ist, bei dem verwahrlostes Land systematisch in die Agrarreform über klarere rechtliche Standards und stärkere institutionelle Mechanismen wie Landbanking integriert wird. Schlüsselwörter: Verwaistes Land, Agrarreform, soziale Funktion des Eigentums, Landverwaltung, vergleichendes Recht.
Pasha et al. (Mi,) untersuchten diese Frage.