HINTERGRUND: Die bestehende Literatur legt nahe, dass Jugendliche kritische Erkrankungen oft überwältigend finden und unzureichende Unterstützung und Informationen von Eltern und Fachpersonal erhalten. ZIEL: Die Erfahrungen von Jugendlichen als Angehörige auf einer Intensivstation (ITS) zu erkunden. DESIGN: Diese Studie nutzte einen qualitativen Ansatz mit einem explorativen und deskriptiven Design durch tiefgehende Interviews. TEILNEHMER: Sechzehn jugendliche Angehörige von kritisch kranken Patienten wurden aus drei verschiedenen ITS in Norwegen rekrutiert. METHODEN: Die Studie verwendete halbstrukturierte, tiefgehende qualitative Interviews zur Datenerhebung, die anschließend mit reflexiver thematischer Analyse ausgewertet wurden. ERGEBNISSE: Wir identifizierten zwei Hauptthemen und fünf Unterthemen. 1. Das Leben wird auf den Kopf gestellt: eine Bedrohung der Lebenssicherheit erkunden; (a) Allein in Unsicherheit während der kritischen Erkrankung eines Angehörigen, und (b) Klarheit und Orientierung suchen, um die Eindrücke einer veränderten Realität zu navigieren. 2. Die Bedeutung eines inklusiven Umfelds; (a) Sich unsichtbar und ausgeschlossen fühlen, (b) Das Bedürfnis, in der Nähe zu sein und vorbereitet zu sein, und (c) Sich durch Informationen eingebunden fühlen. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Jugendliche Angehörige von kritisch kranken Patienten erleben erheblichen Unsicherheit und Stress. Die ITS-Umgebung wird als einschüchternd und technisch wahrgenommen. Sie fühlen sich häufig übersehen und benötigen ein einladendes und unterstützendes Umfeld. Durch individuelle Vorbereitung der Jugendlichen vor ihrem Erstbesuch können Fachkräfte ihren Verpflichtungen besser nachkommen, Traumata minimieren und zu einem Gefühl der Zugehörigkeit bei jugendlichen Angehörigen in der ITS beitragen. Die Versorgung kann verbessert werden, indem ihre Bedürfnisse angesprochen und maßgeschneiderte Informationen bereitgestellt werden. Gesundheitsbehörden sollten die Ressourcenverteilung priorisieren, um familienzentrierte Pflegepraktiken zu unterstützen und sicherzustellen, dass diese Ziele erreicht werden. KLINISCHE IMPLIKATIONEN: Das Verständnis der Erfahrungen von Jugendlichen, wenn ein Angehöriger auf eine ITS aufgenommen wird, ist für alle Gesundheitsfachkräfte, die mit kritisch kranken Patienten und ihren Familien interagieren, von wesentlicher Bedeutung. Diese Studie legt nahe, dass Jugendliche ein Zugehörigkeitsgefühl innerhalb der ITS benötigen und hebt die Wichtigkeit einer systematischen Vorbereitung und maßgeschneiderter Kommunikation in ITS hervor, um Jugendliche angemessen zu unterstützen und einzubeziehen.
Christensen et al. (Do.,) untersuchten diese Frage.
Synapse has enriched 5 closely related papers on similar clinical questions. Consider them for comparative context: