Die Dual-Process-Theorie des Gehirns unterscheidet zwischen schnellem, parallelem, spätverpflichtendem Denken (System 1) und langsamer, sequentieller, frühverpflichtender Kognition (System 2), bietet jedoch keine mechanistische Erklärung dafür, wie diese Modi funktionieren oder wie das Gehirn zwischen ihnen wechselt. Die Forschung zur quantenmechanischen Kognition zeigt, dass die menschliche Entscheidungsfindung unter geringer Zuversicht quantenwahrscheinlichkeitsmodelle befolgt und unter hoher Zuversicht klassische Markov-Modelle, was auf eine hybride Architektur hindeutet, in der Dekohärenz Übergänge zwischen Verarbeitungsmodi vorantreibt. Wir schlagen vor, dass selbstreferentielle evaluative Überwachung als biologischer Schalter fungiert, der den Übergang zwischen System 1 und System 2 reguliert, indem sie die quantenmechanische Kohärenz, die durch elektromagnetische Randbedingungen vermittelt wird, modifiziert. Die kausale Kette verläuft von der Regulation der Aktivität des Default Mode Networks (DMN) durch das Locus coeruleus-Norepinephrin über elektromagnetische Feldmuster, die durch Selbstbewertung erzeugt werden, bis zur kalziumvermittelten Modulation des elektrostatistischen Umfelds der Mikrotubuli. Jüngste experimentelle Beweise zeigen, dass Mikrotubuli quantenmechanische Exciton-Energie-Migration aufweisen, die mit photosynthetischen Komplexen vergleichbar ist, wobei die kooperative Robustheit mit der Systemgröße zunimmt. Da quantenmechanische Kohärenz parallele Erkundung ermöglicht, während klassische Verarbeitung Stabilität bietet, hätte die Evolution Mechanismen ausgewählt, die diese Anforderungen ausbalancieren. Anästhetika binden promisken, aber selektiv und heben das Bewusstsein auf, was mit der Störung von energie-schwellenabhängigen kohärenten Prozessen in Mikrotubuli übereinstimmt. Der in diesem Papier vorgeschlagene Rahmen führt zu testbaren Vorhersagen, die die Aktivität des DMN, Flow-Zustände, Einsicht und Zuversicht mit Verschiebungen im Spektrum der quantenklassischen Verarbeitung in Beziehung setzen.
Roeloffs et al. (Mittw.) haben diese Frage untersucht.