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HINTERGRUND: Traditionell wird die lymphovenöse Anastomose bei Patienten mit fortgeschrittenem Lymphödem nicht routinemäßig durchgeführt, da es schwierig ist, funktionierende Lymphgefäße zu identifizieren. Diese Studie präsentiert die Anwendung von Duplex-Ultraschall und Magnetresonanz-Lymphangiographie zur Identifizierung funktioneller Lymphgefäße und berichtet über die klinischen Ergebnisse der lymphovenösen Anastomose bei Patienten mit fortgeschrittenem Lymphödem der unteren Extremitäten. METHODEN: Dies war eine retrospektive Studie von 42 Patienten (50 untere Extremitäten) mit fortgeschrittenem Lymphödem (späte Stufen 2 oder 3), die funktionelle lymphovenöse Anastomosen erhielten. Funktionelle lymphatische Gefäße wurden präoperativ mittels Magnetresonanz-Lymphangiographie und Duplex-Ultraschall identifiziert. ERGEBNISSE: Im Durchschnitt wurden 4,64 lymphovenöse Anastomosen pro Glied durchgeführt, wobei die Lymphgefäße in dem tiefen Fett unter der oberflächlichen Faszie verwendet wurden. Der durchschnittliche Durchmesser der Lymphgefäße betrug 0,61 mm (Bereich, 0,35 bis 1 mm). Das durchschnittliche Volumen des Gliedes wurde postoperativ um 14,0 Prozent reduziert, gefolgt von 15,2 Prozent nach 3 Monaten und 15,5 Prozent nach 6 Monaten und 1 Jahr (p < 0,001). Bei Patienten mit einseitigem Lymphödem hatten 32,4 Prozent weniger als 10 Prozent Volumenzuwachs im Vergleich zur kontralateralen Seite postoperativ, während 20,5 Prozent mehr als 20 Prozent Volumenzuwachs hatten. Die Inzidenz von Zelltitis verringerte sich von 0,84 pro Jahr auf 0,07 pro Jahr nach der Operation (p < 0,001). SCHLUSSFOLGERUNG: Diese Studie zeigt, dass funktionierende Lymphgefäße präoperativ mittels Ultraschall und Magnetresonanz-Lymphangiographie identifiziert werden können; somit können lymphovenöse Anastomosen das Volumen des Gliedes wirksam reduzieren und die subjektiven Symptome bei Patienten mit fortgeschrittenem Lymphödem der unteren Extremität verbessern. KLINISCHE FRAGE/EBENEN DER EVIDENZ: Therapeutisch, IV.
Gyu et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.