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Myopie entwickelt sich bei Makaken, wenn ihre Lider bei der Geburt chirurgisch verbunden und ein Jahr lang geschlossen gehalten werden. Dieser experimentelle Refraktionsfehler weist viele gemeinsame Merkmale mit der menschlichen Myopie auf: Er wird durch progressive axiale Verlängerung des Auges verursacht, ist oft mit Netzhautveränderungen verbunden und kann nur vor Abschluss des Augenwachstums induziert werden. Myopie entwickelt sich nicht bei Tieren, die im Dunkeln aufgezogen werden; somit wird sie durch eine Veränderung des Seheingangs ausgelöst und vermutlich vom Nervensystem vermittelt. Bei Macaca arctoides verhindert die Verabreichung von Atropin eine abnormale Augenerweiterung, was darauf hindeutet, dass die Lidfusion-Myopie durch übermäßige Akkommodation verursacht wird. Bei M. mulatta ist Atropin ineffektiv; außerdem entwickelt sich Myopie, wenn die Lider nach Unterbrechung der optischen Bahnen genäht werden. Daher kann bei dieser Art die Akkommodation als Faktor für die Augenverlängerung ausgeschlossen werden, und andere neuronale Mechanismen könnten für den Refraktionsfehler verantwortlich sein. Unsere Experimente deuten darauf hin, dass der refraktive Zustand weitgehend genetisch programmiert ist, aber dass eine abnormale visuelle Erfahrung den Prozess des postnatalen Augenwachstums stören und axiale Myopie induzieren kann.
Raviola et al. (Do,) haben diese Frage untersucht.
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