Key points are not available for this paper at this time.
Zusammenfassung Das Aufkommen der Occupy-Bewegungen zusammen mit anderen sozialen Bewegungen im Jahr 2011 erhöhte die Idee von radikal dezentralen „führungsfreien“ sozialen Bewegungsorganisationen. Wir argumentieren, dass die Betrachtung einer solchen alternativen, horizontalen Organisationsform eine Gelegenheit bietet, unser Verständnis von Führung neu zu gestalten. Dieses Papier veranschaulicht, wie die Koordination der Occupy London Bewegung horizontal ohne formelle Organisation, Führung oder Autoritätsstrukturen erreicht wurde. Durch einen ethnografischen Ansatz zeigen wir, wie diese Bewegung ein „multimodales“ Repertoire von Protest erzeugte, das (1) die politisch effektive Besetzung urbaner Räume; (2) die Fähigkeit, Symbole als überzeugende Formen ästhetischer Fragestellungen zu verwenden; und (3) die Schaffung politically charged Spektakel, die es der Bewegung ermöglichten, die Nachrichtenagenda etablierter Rundfunkmedien zu approprisieren. Die Ergebnisse dieses Papiers stellen die Sprache der Führung in Frage und tragen zum Verständnis feministische Formen von Führung und führungsloser Organisation bei, indem sie erklären, wie „Führung“ in horizontalen Organisationsstrukturen wie sozialen Bewegungen erfolgt. Nämlich zeigen wir, wie die Modi von Raum, Symbolen und Spektakeln die Rolle des „Führers“ in Abwesenheit formeller Organisationsstrukturen effektiv ersetzen.
Keshtiban et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.